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Mietminderung wegen undichter Decke


14.06.2005 15:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

hallo erstmal:)
ich bin im august 2004 in meine schicke wohnung eingezogen (meine erste eigene :) )
120 qm 385 € warm ...cooler preis nun ja die wohnung hat auhc ein paar kleine mängel wie z.b. ein fenster das sich net öffnen lässt...usw . was aber erstmal net soo störend ist für mcih ..bei dem preis kann ich das akzeptieren:) ...jetzt hab gemerkt das es mir oben aufs dach regnet und das in allen räumen... hab den vermieter auch schon min. 3 mal darauf angesprochen ..einmal sagte er dachdecker kommt (der kam nicht) dann sagte er samstag komm cih 17 uhr hoch und ich geh aufs dach( 15 uhr is er weggefahren und kam 22 uhr wieder) ....also kommt mir vor als ob er das nicht machen will... nun is es auch noch so das eine wand zwischen küche und wohnzimmer anfängt oben zu schimmeln so 2 flecken ca 10 cm durchmesser ... wieviel mietminderung kann cih da ansetzen ? was darf cih einbehalten??...bzw wie soll cih jetzt generell vorgehen?? also das ich mich auf jeden fall auf der sicheren seite befinde?? bin auch noch alg2 bezieher ..hab deshalb nciht soo große finanzielle möglichkeiten..
danke für eure mühe :)
lieber gruß fabian
14.06.2005 | 16:59

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der vorhandenen Informationen beantworten möchte.

1. Generelles zu Mietminderung
Nach der Vorschrift des § 536 Absatz 1 BGB gilt, dass der Mieter von der Entrichtung der Miete befreit ist, wenn die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel hat, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt oder wenn dieser Mangel später während der Mietzeit entsteht. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat der Mieter nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten.

Daraus ergibt sich, dass ab Vorhandensein eines Mangels eine verminderte Miete bezahlt werden muss.

Bei der Mietminderung muss aber beachtet werden, dass diese auch ausdrücklich erklärt werden muss. In den meisten Fällen denken die Mieter nämlich nicht daran, dass dem Vermieter Gelegenheit gegeben werden muss, den Mangel abzustellen. Erst nach der entsprechenden Erklärung, die auch eine Frist setzen sollte zur Beseitigung des Mangels, sind sie insoweit auf der sicheren Seite. Um von vornherein Beweisproblemen richtig zu begegnen, empfehle ich stets, diese Erklärung per Übergabeeinschreiben zu versenden oder vor Zeugen zu übergeben.

2. Minderungsquote
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, regnet es bei allen Dächern hinein. Dabei ist natürlich auch Tatfrage, ob es sich um einige Tropfen oder regelrechte „Sturzbäche“ handelt. Dies kann ich im Rahmen der summarischen Prüfung leider nicht beurteilen. Wenn ich mal davon ausgehe, dass in jedem Raum quasi ein Eimer stehen müsste, ergibt sich insoweit bereits eine Minderungsquote von circa 30 % wenigstens. Für den Schimmelpilz würde ich wiederum zwischen 10 bis 20% für angemessen erachten. Mithin ergibt sich eine Gesamtquote von 50%. In dem Zusammenhang möchte darauf hinweisen, dass aufgrund neuerer Rechtsprechung ein entsprechender Abschlag von der Bruttomiete zu machen ist.

3. Vorgehen
Ich schlage Ihnen vor, dass sie ihrem Vermieter - per Einschreiben- auf die vorhandenen Mängel hinweisen, Mängelbeseitigung fordern, die Mietminderung beziffern und ankündigen. Ihm ferner eine Frist setzen zur Entfernung der Mängel (unter Androhung, dass sie nach Fristablauf die Mängel selbst beseitigen und ihm die Kosten in Rechnung stellen) und zuletzt natürlich die entsprechende Bruttomiete auch einbehalten. Dabei ist noch zu beachten, dass grundsätzlich die entsprechende Miete nur für jeden Tag, wo der Mangel vorhanden ist, einbehalten werden kann.

Für alle Fälle würde ich noch vorschlagen, dass Sie auch entsprechende Beweisfotos von den Mängeln anfertigen und ebenso notieren, wie lange es gegebenenfalls bis zur Mängelbeseitigung gedauert hat. Sollten im Zuge des Problems streicht das sollten Sie für die Lösung des Problems gegebenenfalls doch anwaltliche Hilfe benötigen, wofür gegebenenfalls auch Beratungshilfe gewährt wird, stehe ich gerne zu Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hellmann
Rechtsanwalt
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2005 | 16:10

danke für die ausführliche antwort :)..eine frage hätte ich aber noch ....und zwar ich hab in jedem raum wasserflecken ..ich höre das es tropft und zwar von den ziegeln runter auf die decke..gesehen hab ich bis jetzt erst das es im wohnzimmer mal bei einem heftigen schauer mal von der holzdecke im wohnzimmer rausgetropft hat auf die couch(nassen hintern hatte :( )...aber wie gesagt man sieht in jedem raum das es wasserflecken an der decke hat.. hab die wohung ja auch erst renoviert gehabt..was kann ich jetzt wegen der flecken und dem bissle tropfen erstmal einbehalten ?? 10% der bruttomiete und nochmal 15 wegen des schimmelfleckens ??
danke für die hilfe :)
Lg fabian

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.06.2005 | 17:27

Sehr geehrter Frgaesteller,

also bei einer derartig undichten Decke würde ich bestimmt 50 % einbehalten, 30 ist das absolute Minimum, anbei würde ich auch, da Ihr Vermieter gewarnt ist wegen Vorliegen einer Mängelrüge, jedweden entstandenen Schaden, z. B. an Ihrem Sofa, geltend machen.

mfg
Hellmann

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