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Mietminderung wegen defektem Parkettboden


08.02.2006 21:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Guten Tag!
Wir wohnen seit 30 Jahren in einer Mietwohnung einer Baugenossenschaft. Das Wohnzimmer ist mit Parkettboden (immer noch der 1.Boden) ausgelegt, darunter Estrich. Seit einigen Jahren ist nun dieser Boden (Holz) knarrig, rissig etc. Des öfteren haben wir uns schon beschwert, es waren auch von Vermieterseite schon einige Leute (auch Handwerker) da um sich den Schaden anzusehen und das Zimmer auszumessen. Weiter ist aber nichts passiert! Zum 1.12.05 sollten wir nun einer Mieterhöhung um ca. 15 Euro zustimmen. Wir haben das zum Anlass genommen um Schriftlich nochmals unserer Forderung auf Erneuerung des Bodens Ausdruck zu verleihen: Wir haben geschrieben, dass wir, solange der Mangel nicht behoben ist, keiner Mieterhöhung zustimmen und wie gehabt den alten Mietpreis weiterzahlen werden (dies sozusagen als Mietminderung deklariert). Daraufhin wurde innerhalb kürzester Zeit eine Sanierung vorgenommen (Dez -Jan) wobei sich dabei auch hersausstellte, dass der Estrich ebenfalls zerstört war und erneuert werden mußte. Jetzt, nach Abschluß der Arbeiten haben wir vom Vermieter erneut ein Schreiben bekommen in dem wir bis 10.2.06 der Mieterhöhung zustimmen sollen, aber schon der zum 1.12.05! Wir sollen die Mietminderung nachbezahlen, andernfalls drohen sie uns mit ihrem Anwalt(laut diesem handele es sich um "nicht erhebliche Mängel" was aber, wie oben beschrieben, nicht stimmt!) Das kann doch nicht rechtens sein! Natürlich haben wir unseren Daueraufrag ab 1.2.06 auf die höhere Miete umgestellt, ab da waren die Arbeiten ja auch erledigt!

Unsere Frage wäre nun:
Kann der Vermieter auf Nachzahlung bestehen?
Ist das mit dem Anwalt (ihm wurde unser erstes Schreiben auch vorgelegt) nur Druckmittel oder was kämen da im Zweifelsfall für Kosten auf uns zu wenn wir uns weigern die Nahczahlung zu leisten?

Über eine positive ( und zügige - weil ja Terminsache )Nachricht würden wir uns freuen.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes beantworten darf:

Ein Minderungsanspruch besteht immer dann, wenn sich die Mietsache nicht in dem im vertraglich zugesicherten Zustand befindet. Wenn der Fußboden defekt ist und eine Nutzung nicht, oder nur sehr eingeschränkt genutzt werden kann, besteht grds. ein Minderungsanspruch. Auch wenn der Fußboden die optisch die Wohnqualität insgesamt stark herabsetzt würde ein Minderungsanspruch in Betracht kommen. Zusätzlich entsteht Ihnen auch grds. ein Minderungsanspruch durch die Bauarbeiten. Insgesamt haöte ich daher die € 30,00 für angemessen.

An Kosten würden Ihnen im Fall eines Gerichtsverfahrens die Anwaltskosten und Gerichtskosten der Gegenseite entstehen, wenn Sie verlieren, die sich bei einem Streitwert von € 30,00 auf etwa €250,00 belaufen dürften, wenn Sie unterliegen. Hinzu kommen evtl. noch die Kosten für den eigenen Anwalt.

Ich hoffe, Ihre Frage zeitnah und zu Ihrer ausreichenden Information beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-
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