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Mietminderung wegen Unangenehmen Geruchs in der Wohnung


07.02.2005 12:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,
ich wohne in einer Altbauwohnung. Seit Januar diesen Jahres breitet sich ein sehr unangenehmer Gestank in meiner Wohnung aus. Ich habe dies gleich Anfang Januar meinem Vermieter per Telefon gemeldet. Da dachte ich noch, das es aus dem WC kommt. Mein Vermieter hat daraufhin eine Sanitärfirma zu mir geschickt, die dann 3 mal da waren und nichts machen konnten. Der Gestank hat im Laufe der Zeit stark zugenommen und strömt vor allem durch die Fußleistenkanten. Erst roch nur der Flur, jetzt aber auch mein Schlafzimmer und Wohnzimmer (ekelig und unangenehm). Mittlerweile fängt auch meine Kleidung etc. an den Geruch anzunehmen. Mein Verwalter war persönlich da und meinte der Geruch könnte von einem toten Tier unter den Dielen Stammen. Heute kommt ein Kammerjäger, der mal schnuppert, ob das sein kann.
Zur Zeit ist das Wohnen für mich in der Wohnung kaum zumutbar und der Geruch kaum zu ertragen.
Daher meine Frage:
Kann ich die Miete mindern, wenn ja ab wann (auch nachträglich?)und in welcher Höhe? Was muß ich rechtlich beachten?
Sehr geehrter Ratsuchender,

nach dem Gesetz tritt die Mietminderung automatisch ein, solange ein Mangel vorliegt. Voraussetzung sind eine nicht unerhebliche Minderung der Nutzbarkeit der Wohnung sowie die unverzügliche Anzeige des Mangels beim Vermieter.

In Ihrem Fall liegen diese Voraussetzungen vor. Ab dem Zeitpunkt der Mitteilung an den Vermieter besteht also nur die Pflicht zur Zahlung einer geminderten Miete.

Sie müssen jedoch bedenken, dass die Mietminderung primär ein Druckmittel ist, um den Vermieter zur Behebung der Mängel zu bewegen. Dies hat Ihr Vermieter zwischenzeitlich auch bereits ernsthaft in Angriff genommen. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein und das Mietverhältnis nicht unnötig zu belasten, empfehle ich, den Vermieter nochmals schriftlich zur Abhilfe aufzufordern, die Mietnminderung geltend zu machen und für die Zukunft die Miete zu mindern.

In dem geschilderten Fall halte ich eine Minderung in Höhe von 20 % für angemessen. Beachten Sie, dass sich die Minderung immer nur auf die Kaltmiete bezieht, nicht auf die Nebenkosten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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