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Mietminderung wegen Nichtbenutzbarkeit eines Raumes

21.03.2008 07:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Domsz


Ich bin Mieter einer Wohnung.

Diese besteht aus ca. 85m². Desweiteren gehört zu der Wohnung ein großer Raum (ca.36m²) im UG. Dieser ist durch eine Wendeltreppe vom WZ aus zugänglich und durch eine Türe am Ende der Wendeltreppe im UG getrennt.

Nun zu meiner Frage:
Durch einen mittlerweile behobenen Wasserschaden im gesamten Wohnhaus war auch mein Raum im UG betroffen. Dieser musste nun mit insgesamt 5 Maschinen getrocknet werden.
Dies verursachte
1. einen derartigen Lärm, sodaß ich im UG unmöglich telefonieren konnte
2. durch die Gebläse war auch ein Schlafen auf keinen Fall möglich, da diese Geräte natürlich auch enorme Hitze abgaben.

Der Raum wird von mir (selbstständig tätig) als Büro mit Computer und Telefon-Anschluß tagsüber benutzt und gleichzeitig dient dieser Raum auch als Teilzimmer für unsere große Tochter (18J.), die die Hälfte des Raumes als „Ihr Reich“ nützt und auch schläft.

Sie musste während dieser Trocknungsmaßnahmen ins Zimmer unserer kleinen Tochter (11J.)ausweichen.

Kurzum: Der Raum war weder bewohnbar noch war es mir unmöglich, diesen als Büro zu nutzen.
Dauer der Trockungsmaßnahme: 30.1.-27.2.08
Malerarbeiten: Am 14.3.

In welcher Höhe kann ich hier eine -von mir mündlich bei meinem Vermieter angekündigte- Mietminderung ansetzen?

Vielen Dank

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

zunächst vielen Dank, dass Sie Ihre Frage auf dieser Plattform zur Beantwortung eingestellt haben.
Vorab möchte ich Sie darüber informieren, dass eine Beantwortung der Frage im Hinblick auf
die Höhe des von Ihnen getätigten Einsatzes erfolgt und lediglich eine erste rechtliche Information darstellen kann. Die Konsultierung eines Rechtsanwaltes vor Ort kann hierdurch nicht ersetzt werden. Das Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsinformationen kann zu völlig anderen rechtlichen Ergebnissen führen.

Nun zu Ihrer Frage:

Hier ist grundsätzlich vorauszuschicken, dass es keine festen Minderungswerte gibt, die in jedem Fall gleich angesetzt werden.
Allgemein gültige Regeln über die Höhe einer Mietminderung kann man nicht aufstellen. Entscheidend ist der Umfang der Beeinträchtigung. Je stärker sich der Mangel auswirkt, desto mehr darf die Miete gekürzt werden. Berücksichtigt werden muss, wie viel die Wohnung aufgrund des vorhandenen Mangels weniger wert ist.

Ihre Wohnung hat somit ca. 120 qm Gesamtwohnfläche, ca. 36 qm entsprechen dem unteren Raum, also grob gerechnet 1/3 der Gesamtwohnfläche. Der Raum wird sowohl von Ihnen zum Arbeiten als auch von Ihrer Tochter zum Wohnen und Schlafen genutzt. Die Zeit der Nichtbenutzbarkeit beträgt ca. 1,5 Monate.

Ich würde hier für den Zeitraum der Beeinträchtigung eine Minderung des Mietzinses in Höhe von 30 - 40 % ansetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Domsz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.03.2008 | 08:11

Sehr geehrter Herr Domsz,

vielen Dank für Ihre Auskunft. (1,5Monate 30-40% Mietminderung)
Bitte noch eine Nachfrage:
Die Trocknungsgeräte waren vom 30.1.-27.2.08 in Gebrauch.
Der Maler kam am 14.3.08.
Sämtliche Schränke waren natürlich bis 14.3.08 umgestellt, jedoch konnte meine große Tochter vom 28.2.-14.3.08 "ihr Reich" benützen.
Kann ich tatsächlich auch den Zeitraum vom 28.2.-14.3.08 in den Mietminderungszeitraum einbringen?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.03.2008 | 22:46

Sehr geehrter Fragesteller,

da in der Zeit von 28.02. - 14.03.08 wohl dann nur noch die Schränke verstellt bzw. umgestellt waren und eine Nutzung des Raumes ansonsten ungehindert möglich war, dürfte hierfür dann wohl eine Mietminderung ausscheiden, da die Beeinträchtigung nur noch als verschwindend gering anzusehen ist. Wenn Sie hier vielleicht in einem Bereich von 1 % kürzen könnten, dann wäre dies wohl schon sehr hoch gegriffen und es fragt sich, ob es dies dann überhaupt wert ist.

Mit freundlichen Grüßen und Frohe Ostern

Thomas Domsz
Rechtsanwalt

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