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Mietminderung wegen Neubau?

05.08.2008 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zur Sache:
Ich habe in 01/2006 eine kleine Wohnung in der 4 Etage bezogen.
Vor der Wohnung geht eine belebte Bundesstraße her.
Das öffnen der Fenster war also nahezu ausgeschlossen am Tage (zu hoher Lärmpegel).
Zur anderen Seite war die Wohnung nicht einsehbar und die Seite war ruhiger so das dort die Fester geöffnet werden konnten.
Nun ist dort das alte Fabrikgebäude abgerissen worden und ein neues Haus entstanden (Seniorenheim).
Ich blicke nun zur linken Seite auf eine in etwa 2 m Entfernung verlaufende Wand sowie auf die neuen Wohnräume die mir genau gegen über liegen. Auf dem Dach ist eine Dachterrasse eingerichtet worden die ebenfalls einen direkten Einblick ermöglicht.
Die Fenster habe ich mit Antisichtfolie bezogen.
Ein öffnen der Fenster am Tage wird aber nur noch schwer möglich sein wenn der Betrieb ab September aufgenommen wird.

Meine Frage:
Kann ich Aufgrund der Umstände die Miete mindern und wenn ja um wieviel Prozent?

Danke

Sehr geehrter Ratsuchender,

die freie Aussicht wird im Mietrecht nicht geschützt. Hinsichtlich der Einsehbarkeit von Räumlichkeiten durch ein Nachbargebäude bieten aber die nachbarrechtlichen Vorschriften des Fenster- und Lichtrechtes Schutz vor übermäßiger Belastung.

Diese Vorschriften sind für Ihren Fall in § 11 ff. des Hessischen Nachbarrechtsgesetz geregelt. Danach ist in der Regel ein Abstand von 2,5 m einzuhalten; Ausnahmen sind möglich.

Sollten die Vorschriften des Nachbarrechtsgesetz nicht eingehalten sein, gehe ich davon aus, dass Sie dies als Mangel gegenüber dem Eigentümer geltend machen können; die Quote müsste im Einzelfall anhand der tatsächlichen Belästigungen ermittelt werden. Angemessen dürfte nach Ihrer Schilderung -unverbindlich geschätzt- höchstens eine Minderung von etwa 10% sein; der Mieter trägt die Gefahr einer zu hohen Mietminderung.

Liegt kein Verstoss gegen die nachbarrechtlichen Vorschriften vor, gehe ich nicht davon aus, dass ein Mangel der Mietsache vorliegt und eine Minderung nicht rechtmäßig ist.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

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