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Mietminderung wegen Baumaßnahmen


07.03.2005 23:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



ich habe seit nov. baumaßnahmen im haus. wobei in der zweiten januarwoch ein wasserschaden eine etage über mit festgestellt wurde daraufhin wurde ich gebeten doch meine küche abzubauen damit eine neue leitung gelegt werden konnte .diese arbeiten haben enormen schmutz (bauschutt , staub etc in die ganze wohnung gebracht. dann wurde ich gebeten im bad auch die möbel abzubauen damit auch dort neue leitungen gelegt werden konnten . somit habe ich sieben wochen ohne wasser und kochgelegenheit in der küche verbracht im bad hatte ich dann drei wochen nur die badewanne zur verfügung dieses war also meine wasserquelle.ich habe meine küche nicht wieder aufgebaut dadurch wird sie nicht besser. mir würde dann gesagt ich hätte mir ja eine zweiplattenherd kaufen können. ich bin dann in der letzten woche im feb. zwei etagen höher gezogen aber auch mit enormen putzarbeiten die also auch staub von den baumaßnahmen und enorm verschmutzte fenster. infolge der verschmutzung vom losschlagen in der küchenwand und bad habe ich natürlich auch alles mit staub nach oben genommen. mir wurde vorgeschlagen für einen monat die hälfte der miete zu mindern, ich denke das es zu wenig ist für mein entgegenkommen damit nicht noch größerer schaden entstehen konnte und für den ganzen schmutz. man hat mit gesagt ja dafür bekomme ich ja auch eine schöne neue wohnung oben. nur die hätte für jeden anderen mieter auch nicht anders ausgesehen. meine wohnung hat 76 qm und beträgt eine kaltmiete von 400 euro
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich werden Sie durch die erlittenen Beinträchtigungen zur Minderung der Miete berechtigt sein. Was die Störungen und Belästigungen seit November angeht, werden Sie aber rückwirkend nur dann eine Minderung durchsetzen können, wenn Sie die Mieten November, Dezember, Januar und Februar unter Vorbehalt gezahlt haben. Haben Sie dies nicht getan, und stattdessen die Mieten in Kenntnis der Mängel (Lärm, Schmutz, eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten der Wohnung) in voller Höhe gezahlt, können Sie nun rückwirkend für diese Monate keine Minderung mehr vornehmen. In diesem Fall bemisst sich die Minderung ab März jetzt nur noch nach den aktuell vorliegenden Beeinträchtigungen der Wohnqualität. Dann sollten Sie das Angebot einer halben Monatsmiete als Minderung durchaus in Erwägung ziehen, da Sie rückwirkend für die umfangreichen Störungen seit November keine Minderung mehr durchsetzen können.

Haben Sie allerdings die Miete seit November unter Vorbehalt gezahlt, dürfte für die Zeit, in der Ihnen keine Küche und kein Bad zur Verfügung standen, eine Mietminderung von 60 bis 70% der Höhe nach angemessen sein. Die Schmutzbelästigung für sich genommen, wird aber keine höhere Mietminderung als die angebotenen 50% rechtfertigen.

Das weitere Vorgehen wird also entscheidend davon abhängen, ob Sie die Mieten November bis Februar vorbehaltslos gezahlt haben.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt
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