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Mietminderung: keine Luftungsmöglichkeit


| 12.09.2006 08:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo.
Seit dem 22. Mai ist bei uns am Hochhaus Baustelle. Da wohnen wir drin. Seit dem Zeitpunkt steht das gerüst. Es wird Wärmedämmung angebracht und die Fassade und dach neu saniert. Mit dem Lärm (zum Teil fast unerträglichen)haben wir uns abgefunden, aber seit 1,5 Monaten können wir unsere Loggien (2 Stück haben wir)nicht mehr nutzen, da die Blakonbrüstungen ab sind. Uns wurden auch die Türgriffe von den Balkontüren abgeschraubt. Jetzt seit 3 Wochen haben die Bauarbeiter die Fenster mit Folie bezogen, so dass wir erstens nicht luften können, wir können zwar die Fenster aufmachen, aber das nützt nichts, und zweitens wir haben nebel in der Wohnen, sprich gestörte Sicht. Laut Plan sollte das Gerüst Mitte September abgebaut werden, jetzt wurde Die Baufirma von der Baustelle von der Polizei weggenommen, da die angeblich "schwarz gearbeitet haben". Also die Baustelle wurde stillgelegt auf unbestimmte Zeit, wir als Mieter wurden nicht benachrichtigt.
Zu der ganzen sache, fällt der Aufzug ca 1Mal im Monat aus, wir wohnen im 6. Stock.
Unsere Grundmiete beträgt 383,00 Euro und Nebenkosten sind 193,00 Euro. Die Fläche der Wohnung ist 83,23 qw.m. Die Loggien sind (BxT): eine 4,10 x 1,80 und die andere:2,10 x 1,80. die Fragen sind: wie hoch kann ich die Mietminderung verlangen, darf ich die überhaupt verlangen, wie soll ich dabei vorgehen, welche Risiken gehe ich dabei ein, über welchen Zeitraum darf ich die Minderung verlangen und muß ich die nach der Beseitigung der Mängel zurückzahlen?
Ich bedanke mich für Ihre Antwort.
LG
Larissa
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Sie sollten Ihre Miete mindern und zwar in die Höhe von 10 % bis 15 % der Nettokaltmiete. Behalten Sie den entsprechenden Betrag monatlich einfach ein. Wichtig ist, dass Sie dem Vermieter die Mängel anzeigen (§ 536 c BGB), zur Mangelbeseitigung auffordern und von der Mietminderung in Kenntnis setzen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2006 | 08:42

Wenn ich den Vermieter auf die Mängel hinweise und zu Beseitigung auffordere, kann der ja sowiese nichts machen, weil die Baustelle noch nicht fertig ist.
Muss ich denn zur Beseitigung der Mängel die Fristen setzen, und warten. Und erst dann die Miete mindern, oder darf ich gleich nach dem Hinweis auf die Mängel die Miete kürzen. Wie soll ich es am besten machen, da die Miete vom Konto abgebucht wird.?
Folgende Fragen haben Sie nicht beantwortet: welche Risiken gehe ich dabei ein, über welchen Zeitraum darf ich die Minderung verlangen und muß ich die nach der Beseitigung der Mängel zurückzahlen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2006 | 09:16

1. Sie sind berechtigt, die Miete zu mindern, sobald die Nutzungseinschränkung besteht. Dies ist also unabhängig von einer Frist und kann sofort erfolgen.
2. Ändern Sie Ihren Dauerauftrag um den zu mindernden Betrag (sicherheitshalber können Sie entsprechend Rücklagen bilden).
3. Der Umstand, dass Ihr Vermieter nichts machen kann, ist für Sie unerheblich. Dennoch sind Sie verpflichtet, den Vermieter auf die eingeschränkte Nutzbarkeit hinzuweisen.
4. Das Risiko, welches Sie eingehen, ist, dass der Vermieter Ihre Mietminderung nicht anerkennt und Sie entsprechend verklagt. Das ist nach Ihrer Schilderung sehr unwahrscheinlich.
5. Die Mietminderung müssen Sie für den Zeitraum, in dem die Mängel bestanden, nicht zurückzahlen. Sie können solange Minderung verlangen, bis der Mangel behoben ist.

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