Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mietminderung infolge eines Wasserschadens

| 27.10.2009 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Hallo,

meine Hausverwaltung versäumt seit einiger Zeit den Wasserschaden in meinem Badezimmer zu beheben. Die Ursache wurde im September 2009 von zwei Installateuren, beauftragt von der Hausverwaltung, identifiziert. Angeblich soll das Abflussrohr der Badewanne in der Wohnung über mir defekt sein.

Das fehlerhafte Rohr verursacht seit Juni 2004 kleinere Schäden an Decke und Wänden in meiner Wohnung. Die auch immer wieder vom vorigen Eigentümer behoben wurden. Im Mai 2007 fand ein Eigentümerwechsel statt.
Der Schadensgröße zu urteilen wurde die defekte Stelle über die Jahre größer. Besonders hervorzuheben ist aber der Mieterwechsel (Mai... August 2009) in der oberen Wohnung. Weil der vorige Mieter das Bad nur als Waschküche benutzte und der neue nun das Badezimmer wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt hat.

So kam es seit dem Mieterwechsel zu einer erheblichen Mehrbelastung, von Schimmelbildung (könnte auch älteren Ursprungs sein) über direkten mehrmals täglichen Wassereinbrüchen bis hin zu Einstürzen von Teilbereichen der Rigipsdecke.

Von Seiten der Hausverwaltung gab es eine Einwilligung bezüglich einer Mietminderung für den Schadenszeitraum, der aber erst ermittelt werden soll wenn der Schaden behoben sei.

Weil die Angelegenheit nicht voran kam habe ich in einem Schreiben vom August 2009 angekündigt die Miete zu mindern wenn bis Ende Oktober der Schaden nicht behoben sei.

Und genau hier kommen Sie ins Spiel. Ab einschließlich November will ich die Miete nicht mehr in voller Höhe bezahlen.
Sie sollen bestimmen um welchen Betrag (absolut oder prozentual) die Miete angesichts der eingeschränkten Wohnqualität gemindert werden soll.
Bitte berücksichtigen Sie dass ich eine akzeptable Lösung für beide Seiten anstrebe und dass eine Kopie Ihrer Antwort der Hausverwaltung zugestellt wird.

Fordern Sie bitte von mir per email die Einzelheiten über den zeitlichen Hergang an. Ich habe Ihnen ein tabellarisch gegliedertes zweiseitiges pdf Dokumt vorbereitet. Desweiteren warten 6 Fotos vom Schadensort auf Sie. Außerdem finden Sie ein PDF Dokument mit Angaben über die augenblickliche Miethöhe, die Nebenkosten, die Lage und die Größenangaben vom Bad und der Wohnung.

Ich würde mich über eine kurze, stichhaltige und natürlich kompetente Antwort sehr freuen.

MfG,
Jürgen Lipp

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Der Umstand, dass hier ein Sachmangel vorliegt, der zu einem Recht auf Mietminderung Ihrerseits führt, ist laut Ihrer Sachverhaltsschilderung, unstreitig. Es geht lediglich um die Höhe.

Bei Schimmel und Durchfeuchtungen im Badbereich sieht die Rechtsprechung Minderungen in Höhe von 10 bis 20 % bezogen auf die Grundmiete als begründet an, wenn ausgeschlossen werden kann, dass fehlerhafte Lüftung und mangelnde Beheizung als (Mit-)Ursachen in Betracht kommen. Dies ist nach Ihrem Sachvortrag auszuschließen.

Im Rahmen dieses Forums geht es nur um die Beantwortung von Rechtsfragen. Eine weitergehende Tätigkeit können Sie unter der Rubrik beauftrag-einen-anwalt vergeben. Es ist dort auch möglich dem bearbeitenden Rechtsanwalt weitere Dokumente zuzusenden.

Im vorliegenden Fall empfehle ich Ihnen mit der Hausverwaltung einen Prozentsatz zwischen 10 und 20 % festzulegen. Immerhin soll die Angelegenheit ja einvernehmlich geregelt werden und außerdem hat die Hausverwaltung die Berechtigung zur Minderung dem Grunde nach bereits anerkannt. Außerdem sollten Sie wegen der Schimmelproblematik auf eine kurzfristige Sanierung drängen, da sich hierdurch Gesundheitsbeeinträchtigungen ergeben können.

Sollten Sie eine weitere Festlegung auf einen Prozentsatz wünschen, so können Sie die Einzelheiten des Mangels, also Ausmaß des Schadens (Stockflecken, Schimmel und Puztschäden) im Rahmen einer Nachfrage weiter konkretisieren.

Nachfrage vom Fragesteller 27.10.2009 | 15:00

Zur Konkretisierung des Mietminderungsprozentsatzes habe ich Ihnen kommentierte Bilder per Email zukommen lassen.

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Einschätzung dass nicht nur von Feuchtigkeit und Schimmelbildung gesprochen werden kann, sondern auch von Wassereintritt (und zwar mehrmals täglich) (siehe Bild 2).

MfG,
Jürgen Lipp

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.10.2009 | 15:45

Sehr geehrter Fragesteller,

bei derart eklatanten Mängeln erscheint unter Berücksichtigung der vorliegenden Daten eine Minderung von jedenfalls 20 % als gerechtfertigt. Es zeigt sich neben der gesundheitsgefährdenden Schimmelbildung ebenfalls ein laufender Feuchtigkeitseintritt durch den es zu Putzabplatzungen etc. kommt. Das Badezimmer ist damit stark in seiner Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigt. Es liegt eine erhebliche Minderung der Tauglichkeit des Badezimmers zum vertragsgemäßen Gebrauch vor. Der ständige Feuchtigkeitseintritt und die herabfallenden Putzstücke führen dazu, dass das Zimmer nur ganz eingeschränkt und für kurze Zeiträume betreten werden kann. Durch die Schimmelbildung wird dieser Umstand noch verschärft, da ein längerer Aufenthalt in dem Badezimmer gesundheitsschädigend sein dürfte.

Damit ist gemäß § 536 BGB eine rechtsvernichtende Einwendung gegenüber dem Anspruch auf Mietzahlung in Höhe von jedenfalls 20 % gegeben.

Bewertung des Fragestellers 29.10.2009 | 18:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Auf meine ausführliche Beschreibung bekam ich eine Pauschal-Antwort. Der Anwalt war Anfangs nicht willens die weiteren Informationen anzufordern, dabei hätte er mit den angebotenen Bildern einen ersten Eindruck vermittelt bekommen.

Zu meiner Verwunderung bezog sich die Mietminderung auf die Grundmiete und nicht auf die Bruttomiete wie in anderen aktuellen Antworten auf dieser Internetseite zum selben Thema.

Meine bisherigen Erfahrungen mit Frag einen Anwalt de waren immer zufriedenstellend. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Der Fragesteller wurde darauf aufmerksam gemacht, dass im Rahmen von "frag-einen-anwalt" nicht weitergehende Unterlagen, bzw. Bilder zur Prüfung herangezogen werden können. Hierfür müsste ein Auftrag unter "beauftrag-einen-anwalt" erfolgen. Die Frage wurde anhand der zur Verfügung stehenden Informationen erschöpfend beantwortet. Gefragt wurde nach einem Prozentsatz für die Minderung; dieser wurde genannt.