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Mietminderung durch kaputte Decke

30.09.2015 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Angemessene Mietminderung bei Einsturzgefahr einer Holzdecke

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte eine kurze Frage zum Mietrecht. Da ich bisher meine Suche erfolglos war, möchte ich mich kurz an Sie wenden und hoffe, eine kleine Einschätzung hierzu zu erhalten.

Wir bewohnen das 1. OG eines Hauses. Unsere Vermieter wohnen im EG. Sonst sind keine Parteien im Haus. Vor ca. 1,5 Wochen ist in einem Zimmer des Hauses die Holzdecke "abgestürzt". Wir haben dies sofort unseren Vermietern gezeigt und auch am nächsten Tag war ein Schreiner vor Ort. Dieser hat eine fehlerhafte Montage der Holzdecke festgestellt sowie eine schlechte Unterkonstruktion. Diese Art von Decke haben wir in ca. 50% unserer Wohnung. Die restliche Wohnfläche hat eine andere Deckenstruktur. Da dies alles gleich montiert sein dürfte, haben wir nun entsprechend Angst, dass die restliche Decke auch jederzeit abstürzen könnte. Der Schreiner empfahl dies auch. Ebenso ein zweiter, der den Auftrag der Instandsetzung der ersten Decke nun für Oktober bekommen hat.Da unsere Vermieterin jedoch nicht dazu bereit ist, alle betroffenen Decken erneuern zu lassen, würden wir gerne eine Mietminderung vornehmen. Sehen Sie diese als begründet an? Wenn ja, wie viel der Miete kann man mindern?

Wir würden jetzt aufgrund der abgestürzten Decke einmalig 25 % mindern (die Decke wird im Oktober neu gemacht, aber eben nur in diesem Raum). Für die restlichen Bereiche haben wir an eine Minderung von 15-25% gedacht.


Eine Antwort am heutigen Tag wäre wichtig, da wir unsere Minderung ja mitteilen müssten...

Mit freundlichen Grüßen

30.09.2015 | 16:36

Antwort

von


(303)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Maßgebend für die angemessene Höhe einer Mietminderung ist die jeweilige Beeinträchtigung, insbesondere die Schwere des Mangels. Nach Ihren Schilderungen gaben zwei unabhängige Handwerker an, dass in 50 % der Räume Einsturzgefahr besteht. Überdies hat sich diese bereits in einem der Räume in einem Einsturz realisiert.

Eine solche Beeinträchtigung ist erheblich. Wie hoch tatsächlich gemindert werden kann, ist eine Einzelfallentscheidung und bedarf einer exakten Kenntnis der Wohnverhältnisse. Bereits bei einer Einsturzgefahr die nur das Wohnzimmer betreffen würde, wäre jedoch eine Mietminderung in Höhe von 30 % gerechtfertigt, vgl. AG Bochum, Az.: 5 C 668/78 . Da bei Ihnen 50 % der Gesamtwohnfläche betroffen ist, dürfte eine Minderung in dieser Höhe als Mindestbetrag angemessen sein.

Weisen Sie Ihnen Vermieter gleichzeitig darauf hin, dass Sie sich weitere Mietminderungen vorbehalten, so dass Sie im Rahmen eines möglichen Prozess eine noch höhere Mietminderungen geltend machen können.

Ferner sollten Sie Ihren Vermieter freilich unter Fristsetzung umgehend zur Mangelbeseitigung auffordern. Bei fruchtlosem Fristablauf würde ich Ihnen anraten anwaltliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine auf das Mietrecht spezialisierte Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

(303)

Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
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