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Mietminderung bei zu niedriger Raumtemperatur


20.08.2006 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wieviel Prozent darf ich die Miete mindern, wenn die Mindestraumtemperatur von 20 Grad in den Herbst-und Wintermonaten durch unzureichende Isolierung der Außenwand nicht erreicht wird ? Die Temperatur liegt in 2 Räumen (Wohn-u.Kinderzimmer)in diesen Monaten zwischen 14 u. 18 Grad. Diese
Räume befinden sich an einer schlecht isolierten Außenwand, die kalte Luft dringt durch die Außenwand u. die Raumtemperatur wird trotz voll aufgedrehter Heizung nicht erreicht.Habe meinen Vermieter schriftlich um Änderung dieses Zustandes gebeten u. die Mietminderung angekündigt.
Was kann ich tun,um die niedrigen Temperaturen zu beweisen, mein Vermieter verweigert trotz mehrmaliger telefonischer Aufforderung einen Besuch in meiner Wohnung, um sich persönlich von den niedrigen Temperaturen zu überzeugen.
Kann mein Vermieter mir bei Mietminderung kündigen ?
Sehr geerte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Anfrage beantworte ich hiermit wie folgt:

Die Höhe der möglichen Mietminderung kann leider nicht generell festgelegt werden, sondern ist je nach Einzelfall konkret zu prüfen. Die nachfolgende Liste dient daher nur als Orientierungshilfe und soll Sie vor überzogenen Mietminderungen bewahren. Bei den angegebenen Prozentzahlen handelt es sich um Minderungshöhen, die im Einzelfall bei Problemen mit der Beheizung von Wohnräumen von der Rechtssprechnung zugesprochen wurden:

13% Mietminderung bei einer Raumtemperatur von 17 - 18°,
15% bis 30% bei einer Raumtemperatur von 15°,
20% bei 18° Raumtemperatur im Kinder- und Schlafzimmer,
20% bei einer Raumtemperatur unter 20° an Winterabenden,
20% bis 30 % bei einer Raumtemperatur von 16 - 18°,
25 bis 50% bei Heizungsausfall in der gesamten Wohnung,
20 % bei Heizungsausfall im Schlafzimmer im Winter,
0 bis 50% bei Heizungsausfall außerhalb der Wintermonate,
50% bei Heizungstotalausfall im Sommer und Außentemperaturen von 13 - 17,5°,
75 bis 100% bei Heizungstotalausfall während der Wintermonate,
50 bis 70% bei Raumtemperaturen von 14 bis 15° im Winter und Ausfall der Warmwasserversorgung.

Sollten Sie die Höhe der Minderung falsch eingeschätzt haben, erleiden Sie dadurch jedoch keinen rechtlichen Nachteil. Insbesondere müssen Sie keine Kündigung wegen Zahlungsverzugs befürchten. Selbst eine überhöhte Mietminderung begründet nämlich dann keinen Zahlungsverzug, wenn der Mieter nicht böswillig oder leichtfertig gehandelt, sondern sich ausschließlich auf seine Mieterrechte berufen hat.

Das Mittel der Wahl, um Beweise für mögliche Mietmängel zu sichern, ist die Einleitung eines selbständigen Beweissicherungsverfahrens vor dem zuständigen Amtsgericht. Dort wird ein unabhängiger Sachverständiger eingeschaltet, der den Zustand der Wohnung prüft und danach eine fachkundige Einschätzung in Form eines Gutachtens abgibt.

Nachteil des Beweissicherungsverfahrens ist jedoch, dass Sie gezwungen sind, die dadurch entstehenden Kosten vorzuschiessen und für den Fall, dass sich die Mängel nicht nachweisen lassen, auch auf diesen sitzen bleiben. Insoweit kann nur zum Abschluss einer Rechtsschutzversicherung geraten werden.

Ansonsten ist in jedem Fall dazu zu raten, die Mängel, also etwa die jeweiligen Raumtemperaturen, täglich schriftlich zu dokumentieren und Zuegen heranzuziehen.

Außerdem sollten Sie vor weiteren rechtlichen Schritten einen Rechtsbeistand hinzuziehen und die Erfolgsaussichten der Auseinandersetzung mit Ihrem Vermieter genauestens prüfen lassen.

Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und verbleibe

mit freundlichem Gruß


Wundke
Rechtsanwalt
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