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Mietminderung bei unverschuldetem Wasserschaden

27. April 2021 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


11:17

Sehr geehrte Damen und Herren,

vorab möchte ich gerne stichpunktartig unseren Fall schildern:

- am 28. Februar 2021 bemerkten wir einen Wasserschaden an Wand und Decke in einem unserer Zimmer (Mietwohnung, insgesamt 4 Parteien im Haus). Der Schaden entstand durch ein Leck an einem Heizungsrohr in der Wohnung über uns. Laut der Nachbarin hat immer wieder Wasser in der Heizung gefehlt; der von der Hausverwaltung beauftragte Monteur hat jedoch nur Wasser aufgefüllt, ohne nach der Ursache zu suchen.

- am darauf folgenden Montag habe ich die Hausverwaltung darüber in Kenntnis gesetzt. Am 08.03. wurde das Leck behoben, dazu wurden Teile der Wand sowie Decke aufgemeiselt und an drei Wänden Teile der Tapete entfernt. Vom 10.03. bis 19.03. wurde in unserer Wohnung ein Bautrockner aufgestellt. Ebenfalls am 19.03. wurde die Feuchtigkeit in Wand und Decke gemessen, laut Aussage des Technikers sei alles trocken.

- am 26.03. meldete sich die Hausverwaltung und gab Bescheid, dass die Versicherung grünes Licht für die weiteren Arbeiten gegeben hat und sich in Kürze die Sanierungsfirma bei uns melden würde.

- erst am 16.04. hat sich eine andere Sanierungsfirma gemeldet und einen Termin für Montag, den 19.04. vereinbart. An diesem Tag wurden weitere Teile der Tapete entfernt, damit am 22.04. eine erneute Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden konnte. Von der ersten Messung (von einer anderen Sanierungsfirma) wusste niemand etwas. Ergebnis: angeblich sind Wand und Decke nach wie vor feucht, ebenfalls seit dem 22.04. steht wieder für voraussichtlich 2 Wochen ein Bautrockner in unserem Zimmer, welcher wie beim ersten mal rund um die Uhr läuft. Im Schnitt fällt innerhalb von drei Tagen insgesamt 1 Liter Wasser an, was in unseren Augen einer normalen Luftfeuchtigkeit entspricht.

Normalerweise haben wir ein gutes Verhältnis zu dem Hausverwaltungsunternehmen, allerdings ziehen sich die Arbeiten in die Länge und wir haben den Eindruck, dass hier sehr unkoordiniert gearbeitet wird (mehrere Firmen für die gleichen Tätigkeiten, keinerlei Informationsfluss, Arbeiten gehen erst auf Nachfrage bzw. Druck von unserer Seite weiter).

Aus diesem Grund möchten wir gerne die Miete mindern, da in unseren Augen ein Mangel vorliegt der nicht zur vollen Mietzahlung rechtfertigt. Zudem handelt es sich beim betroffenen Zimmer um das zukünftige Kinderzimmer für unser Kind, welches voraussichtlich Mitte Mai zur Welt kommen wird. Das Zimmer wollten wir ursprünglich im April renovieren, seit Anfang April sind jedoch die Wände aufgemeiselt und es wird getrocknet.

Die Größe des Zimmers beträgt etwa 13,3 m² bei einer Wohnungsgröße von ca. 97 m² verteilt auf 4 Zimmer.

Anhand dieser Angeben bitte um eine Auskunft, welche Mietminderung angemessen wäre und ob irgendwelche Fristen eingehalten werden müssen. Da bisher immer alles zeitnah und unkompliziert repariert worden ist, haben wir bisher das meiste telefonisch mit der Hausverwaltung geregelt und nicht explizit eine Beseitigung des Schadens mit Fristsetzung gefordert. Ist dies überhaupt notwendig oder können wir die Miete ab sofort bis zur Fertigstellung der Arbeiten kürzen? Wenn ja, um wieviel Prozent der Mietkosten (und zählen dazu auch die Nebenkosten)?

Ich freue mich auf eine Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

27. April 2021 | 10:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

die Mietminderung können Sie auch jederzeit noch rückwirkend geltend machen. Die Minderung kann in Anbetracht Ihrer Angaben, sofern Sie durch die Geräte in Ihrer Nachtruhe nicht gestört sein sollten, bei 15% der Miete.

Der Bundesgerichtshof hat festgelegt, dass bei einer Mietminderung die Warmmiete (= Bruttomiete) zugrunde gelegt wird (vgl. BGH, Urteil vom 6. April 2005 – XII ZR 225/03).

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
Falls vorhanden gerne auch über Google: https://g.page/RechtsanwaltHoffmeyer/review?rc

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 27. April 2021 | 11:11

Sehr geehrter Herr Dr. Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort. Leidiglich eine Frage bleibt noch zu klären:

Muss ich die Mietminderung schriftlich bei der Hausverwaltung angeben oder kann ich einfach den Betrag bei der Mietüberweisung ändern?

Mit freundlichen Grüßen!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27. April 2021 | 11:17

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssten die Minderung schriftlich ankündigen unter Nennung der von Ihnen genannten Gründe und Berechnung. Sie können die Minderung dann rückwirkend von der nächsten Miete abziehen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Über eine ggf. positive Bewertung auf dieser Plattform würde ich mich freuen.
Falls vorhanden gerne auch über Google: https://g.page/RechtsanwaltHoffmeyer/review?rc

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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