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Mietminderung bei Wasserschaden in der Wohnung

16.01.2017 08:24 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


21:18
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir hatten in unserer Mietwohnung einen Wasserschaden.

Bei der Wohnung handelt es sich um eine Dreizimmerwohnung mit Schlafzimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer, kleinem Flur, Küche, Bad und einer Garage.

Ursache des Wasserschadens war ein altersbedingtes Leck in der Warmwasserleitung unseres Badezimmers.

Aufgrund des Wasserschadens waren die Wand zwischen Bade- und Schlafzimmer sowie Teile des Fußbodens im Schlafzimmer nass. Im Schlafzimmer standen an der betroffenen Wand drei Kleiderschränke, so dass wir den Wasserschaden zunächst nicht bemerkten.

Die Wand und die Rückseiten der Schränke waren stark verschimmelt. Der Schaden an unseren Schränken wurde von unserer Hausratversicherung ersetzt.

Durch den Wasserschaden sind in unserer Wohnung folgende Mängel aufgetreten:

11.11.16:

Wasserschaden durch Wassergeräusche in der Wand des Badezimmers entdeckt - umgehende Information der Hausverwaltung. Nachdem wir die Schlafzimmerschränke von den Wänden gerückt hatten, stellten wir starken Schimmelbefall fest. Darüber hinaus war nach dem Vorrücken der Schränke ein starker Moder-/ Schimmelgeruch im Schlafzimmer festzustellen. Aufgrund der Geruchsbelästigung war das Schlafzimmer seit diesem Zeitpunkt nicht mehr nutzbar. Die Kleidung musste von diesem Zeitpunkt an im Wohnzimmer gelagert werden, da Gegenstände im Schlafzimmer den Modergeruch annahmen. Hierfür musste ein mobiler Kleiderständer angeschafft werden, die restliche Kleidung wurde in Tüten verstaut.

Das Wohnzimmer war danach an den freien Stellen mit dem Kleiderständer und den Tüten vollgestellt, so dass man sich immer zwischen diesen Dingen „durchschieben" musste. Somit war auch der Wohnwert des Wohnzimmers deutlich reduziert.

Da das Schlafzimmer nicht mehr nutzbar war, mussten ich und meine Frau zu zweit auf der Couch schlafen.

Weitere im Schlafzimmer gelagerte Gegenstände mussten in der ebenfalls zur Wohnung gehörigen Garage gelagert werden, so dass dort kein Platz mehr für den Pkw war.


14.11.16:

Am 14.11.16 erfolgte die Leckagesuche, hierbei wurde das Loch in der Wasserzuleitung der Duscharmatur festgestellt. Die Fliesen in der Dusche wurden teilweise abgeschlagen, die Dusche war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nutzbar. Das Badezimmer verfügt noch über eine Badewanne, allerdings ohne Duschvorhang. Ein provisorisches Waschen war in der Badewanne möglich.

21.11.16:

Im Schlafzimmer und im Badezimmer wurden Bautrockner aufgestellt. Hierfür wurden im Schlafzimmer die feuchten Tapeten und der feuchte Laminatboden komplett entfernt. Somit war in der Wohnung eine erhebliche Lärmbelästigung vorhanden. Die Bautrockner liefen täglich von morgens 07.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr. Da ich im Schichtdienst arbeite war es nötig, für die Zeiten in denen ich morgens oder mittags schlafen musste auf ein Zimmer bei meinen Eltern auszuweichen.

05.12.16:

Abbau der Bautrockner.

22.12.16:

Am 22.12.16 war das Schlafzimmer neu tapeziert und der neue Laminatboden verlegt. Ab diesem Zeitpunkt war das Schlafzimmer wieder voll nutzbar und die bis dahin im Wohnzimmer gelagerten Kleidungsstücke konnten wieder ins Schlafzimmer geräumt werden. Auch die Garage war ab diesem Zeitpunkt wieder nutzbar.

11.01.17:

Am 11.01.17 wurde die neue Duscharmatur installiert, so dass ein normales Duschen wieder möglich war. Ab diesem Zeitpunkt war die Wohnung wieder mängelfrei nutzbar.

Hier nochmals eine kurze Aufstellung der durch den Wasserschaden entstandenen Mängel:

11.11.16 - 13.11.16 (3 Tage):
-Schlafzimmer nicht mehr nutzbar
-Zwei Personen mussten auf der Couch schlafen
-in der Garage kann kein Pkw mehr geparkt werden
-Nutzung Wohnzimmer stark eingeschränkt durch dort gelagerte Kleidung

14.11.16 - 20.11.16 (7 Tage):
-Schlafzimmer nicht mehr nutzbar
-Zwei Personen mussten auf der Couch schlafen
-in der Garage kann kein Pkw mehr geparkt werden
-Nutzung Wohnzimmer stark eingeschränkt durch dort gelagerte Kleidung
-eingeschränkte Waschmöglichkeit im Badezimmer

21.11.16 - 05.12.16 (15 Tage):
-Schlafzimmer nicht mehr nutzbar
-Zwei Personen mussten auf der Couch schlafen
-in der Garage kann kein Pkw mehr geparkt werden
-Nutzung Wohnzimmer stark eingeschränkt durch dort gelagerte Kleidung
-eingeschränkte Waschmöglichkeit im Badezimmer
-Lärm durch Bautrockner von 07.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends

06.12.16 - 22.12.16 (17 Tage):
-Schlafzimmer nicht mehr nutzbar
-Zwei Personen mussten auf der Couch schlafen
-in der Garage kann kein Pkw mehr geparkt werden
-Nutzung Wohnzimmer stark eingeschränkt durch dort gelagerte Kleidung
-eingeschränkte Waschmöglichkeit im Badezimmer

23.12.16 - 11.01.17 (20 Tage):
-eingeschränkte Waschmöglichkeit im Badezimmer

Meinen Vermieter habe ich umgehend über den Schaden informiert. Weiter wurde er schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich die Miete mindern werden. Die Miete wurde ab diesem Zeitpunkt unter Vorbehalt der Mietminderung gezahlt.

Folgende Fragen hätte ich an Sie:

1. Um welchen Prozentsatz kann die Miete für die einzelnen Abschnitte gemindert werden? Was ist angemessen?

2. Um die Kleidung im Wohnzimmer ohne Kleiderschrank lagern zu können, mussten wir einen mobilen Kleiderständer anschaffen (Rechnung vorhanden) Können wir diese Kosten auch als Mietminderung geltend machen?

3. Im Zusammenhang mit dem Wasserschaden ist uns sehr viel Arbeit entstanden. So mussten die alten Schränke abgebaut, zerlegt und entsorgt werden. Neue Schränke mussten gesucht, gekauft und aufgebaut werden. Hinzu kam das mehrmalige Umräumen bzw. das komplette Aus- und Einräumen des Schlafzimmers. Kann man diese Zeit auch geltend machen? Wenn ja, mit welchem Stundensatz wird hier gerechnet?
16.01.2017 | 09:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1) Wegen des Schlafzimmers können Sie die Miete um 25% pro Monat (entsprechend dann prozentual) der mindern.
Für das Badezimmer würde ich noch einmal 15% pro Monat ansetzen.
Für die Einschränkung im Wohnzimmer 10% pro Monat.
Die Garagenmiete können Sie sich vollständig erstatten lassen, wenn die Nutzungsmöglichkeit aufgrund der Einlagerung aufgehoben war.

2) Dies können Sie ansetzen, müssen sich allerdings den derzeitigen Verkaufswert anrechnen lassen.

3) Der stundensatz bei Eigenarbeit kann mit 10 Euro angesetzt werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.01.2017 | 20:47

Zunächst einmal vielen Dank für die Antwort.

Eine Frage hätte ich noch:

Die Abschläge sind also unabhängig von den Bautrocknern, ich hätte geschätzt dass die Minderung während der Zeit, in denen die Bautrockner liefen allein für die Lärmbelästigung höher ausfällt.

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.01.2017 | 21:18

Sehr geehrter Fragesteller,

entschuldigen Sie bitte, die Bautrockner hatte ich übersehen. Für diese 15 Tage ohne Möglichkeit der normalen Unterhaltung, kann die Miete auch komplett gemindert werden. Sollte dies noch der Fall gewesen sein, dass eine normale Unterhaltung hatte stattfinden können, wäre der Minderungsbetrag von weiteren 15% für diese Zeit angemessen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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