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Mietminderung bei Mäusen in der Whng.


04.09.2007 14:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
ich bewohne seit 1Jahr ein 38qm großes Appartement (44Mieterparteien)im 1. Stock.Bis jetzt habe ich meine Miete immer regelmäßig überwiesen, nur mit 2 Monatsmieten bin ich wegen Trennung vom Ehemann nicht nachgekommen, wobei ich im nachhinein mit der Hausverwaltung gesprochen & mündl. eine Ratenzahlung vereinbart habe. Dies ist jedoch nicht mein Problem. Vor über 3 Monaten habe ich einen kleinen Loch zwischen Wand und der Heizung entdeckt. Daraufhin kamen nachts immer Geräusche aus der Ecke- bis ich halt an einem Tag feststellen konnte, daß sich eine Maus ab spätabends immer reinschleicht. Ich habe dann den Hausmeister sowie die Hausverwaltung darüber berichtet, wobei beide mir zugesichert haben, am darauffolgenden Tag das Loch zu schließen...Dies ist jedoch erst nach 4 Wochen geschehen, wobei ich angeblich nie zu erreichen gewesen sein sollte...Nach Schließung war erstmals zeitlang Ruhe..aber seit Anfang August hat es wieder angefangen, diesmal aus der Richtung unterm Spülbecken...Ich kann zu Hause nichts mehr essen, ekele mich vor allem! Nachts kann ich nicht mehr einschlafen, warte immer bis sie kommt, damit ich sie verscheuchen kann..es ist so ekelerregend geworden, kann man mit Worten nicht widergeben...
Meine Frage wäre, würde mir bei dieser Situaion eine Mietminderung zustehen? Wenn ja, wie muß ich vorgehen und wieviel ca?
Meine Miethöhe beträgt 430€ / Monat. Danke im voraus!
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angebenen Sachverhalts.

Grundsätzlich kann bei Mäusen in der Wohnung die Miete gemindert werden.
Voraussetzung ist allerdings dafür, dass Sie den Mangel dem Vermieter nochmals anzeigen, da er zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgeht, dass der Mangel bereits behoben ist. Sie müssen Ihm die Möglichkeit geben, den Mangel/die Maus endgültig zu beseitigen.
Sollte dies nicht geschehen, können Sie die Miete mindern.

Bei Mäusen und Kakerlaken werden in der Regel 5- 10 % Mietminderung angenommen, dies beurteilt sich allerdings im Einzelfall und kann im Rahmen dieser Online- Anfrage nicht abschließend beurteilt werden. Ausgehen können Sie aber von dieser Größenordnung.

Zum Vergleich - damit Sie eine ungefähre Vorstellung von einer möglichen Mietminderungshöhe bekommen- hat das Amtsgericht Köln
Köln 30 Prozent Mietminderung wegen zahlreicher Mäuse in der Wohnung für angemessen gehalten (Az.: 209 C 520/02).

Im verhandelten Fall waren jedoch nicht nur vereinzelte Mäuse in der Wohnung gesichtet worden. Es hatte eine "Mäuseplage" geherrscht.

Im Verhältnis hierzu wird Ihre Mietminderung relativ gering ausfallen, da es sich "nur" um eine Maus handelt.

Ich empfehle Ihnen daher dem Vermieter den Mangel nochmals anzuzeigen und Ihn aufzufordern, den Mangel zu beseitigen.
Sollte dies nicht geschehen, können Sie einen Teil der Miete einbehalten ( Größeordnung 5- 10 % )

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.01.2008 | 17:53

Hallo, ich hoffe Sie können sich an meinem Problemfall erinnern...In der zwischenzeit wurde ein Schädlingsbekämpfer eingeschaltet, der innerhalb von drei Monaten jeweils 1mal in der Wohnung 9 kleine Giftboxen in den Räumen gestellt hat, mehr hat man nicht getan...es laufen weiterhin noch Mäuse rum, sogar so dreist, dass sie sogar am helligen Tag hier frei rumlaufen. Ich habe auch die Stelle entdeckt, woher sie kommen, und zwar aus dem Unterschrank des Spülbeckens der Miniküche..ich wieder mehrmals den Hausmeister darüber angesprochen, dass er diesen Bereich mit "Schaum" oder so ähnlichem schließen soll, was leider bis jetzt wiederum nicht geschehen ist...Meine Frage, was kann ich noch unternehmen bzw welche Rechte habe ich?Außerdem habe ich gehört, dass man den Ordnungsamt darüber berichten kann...In diesem Fall wo, wer und wie?
Gruß
DANKE IM VORAUS!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.01.2008 | 18:12

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Nachfrage.

Ihre Rechte bestehen weiter in der Mietminderung. Sollte das Wohnen unzumutbar werden, könnte auch ein fristlose Kündigung Ihrerseits in Betracht kommen. In diesem Fall wären ggf. die Umzugskosten als Schadensersatz gegenüber dem Vermieter geltend zu machen. Dies bedarf allerdings einer ausfürlichen Prüfung durch einen Kollegen vor Ort und kann im Rahmen der Online- Anfrage nicht beantwortet werden.

Beim Ordnungsamt/Veterinärwesen können Sie dies ebenfalls anzeigen. Fragen Sie Ihr bei Ihrer Stadt/ Gemeinde nach.


Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

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