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Mietminderung - Mahnung durch Anwalt des Vermieters

26.10.2014 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,

wir bewohnen eine 115 qm Dachgeschoß-Wohnung im dritten Stock und unser Vermieter führt seit Mai eine Energetische Sanierung durch,
d.h. Gerüst, Plane, verklebte Fenster, Schmutz, nicht nutzbare Dachterrasse, Bauschutt und Gerüst auf der Dachterrasse, Lager der Dachdecker über unserem Wohnzimmer, Lärm, Baumaterial, Maschinen und Lager im gesamten Außenbereich.

Wir haben für den Monat September die Monatsmiete um 35% gekürzt, daraufhin hat uns der Vermieter 15% einmalig angeboten; dies haben wir abgelehnt und die Miete um diesen Prozentsatz gekürzt.
Nun hat uns der Anwalt des Vermieters aufgefordert, die Differenz zwischen 15% und 35% und seine Anwaltskosten bis Anfang November zu bezahlen und mit Gerichtsverfahren und Kündigung gedroht.
Nun die Fragen:
Wie sollen wir uns verhalten, wir haben viele Fotos und ein Lärmprotokoll?
Ist unser Kürzungsbetrag überzogen?
Sollen wir evtl. den Betrag an den Anwalt bezahlen?
Kann der Vermieter uns kündigen, falls wir zuviel gekürzt haben?
Wir wollen für den Monat Oktober rückwirkend 20% kürzen oder sollen wir besser den Monat voll bezahlen unter Vorbehalt?

Vielen Dank vorab für die Beantwortung unserer Fragen



26.10.2014 | 22:01

Antwort

von


(1133)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Der Minderungsbetrag ist nicht überzogen, er liegt im üblichen Rahmen.

Das Problem ist, dass der Vermieter durchaus kündigen kann, wenn ein Gericht den Betrag als überzogen beurteilen würde. Das bedeutet, dass er kündigen würde und die Wirksamkeit der Kündigung steht und fällt dann mit der Angemessenheit der Minderung. Daher ist es stets besser, die volle Miete unter Vorbehalt zu zahlen und nach Abschluss der Bauarbeiten bzw. von Zeit zu Zeit den Minderungsbetrag zurückzufordern.

Daher empfehle ich, die volle Miete sowie den geforderten Mietrückstand unter ausdrücklichem Vorbehalt zu zahlen, um die Kündigungsgefahr auszuschalten. Die nicht-gezahlten Anwaltskosten berechtigen nicht zur Kündigung. Würde der Vermieter diese Anwaltskosten einklagen, würde das Recht zur Mietminderung ebenfalls im Prozeß geprüft werden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 26.10.2014 | 22:17

Sie raten also den gesamten Betrag zurückzuzahlen unter Vorbehalt, d.h. aber auf gut Deutsch ich kann dann dem Geld 'hinterherlaufen'? Nur nochmals zum Verständnis: Wenn ich z.B. 15% der einbehaltenen 35% rückzahlen würde, wäre die Kündigungsgefahr dann weg?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.10.2014 | 00:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

dazu rate ich in der Tat, auch wenn Sie dann dem Geld hinterherlaufen müssen.

Die Kündigungsgefahr wäre nur weg, wenn Sie gemäß dem gegnerischen Schreiben die Differenz zwischen den 15 % und den 35 % unter Vorbehalt zurückzahlen und die anderen Mieten unter Vorbehalt voll zahlen.

15 % der 35 % zu zahlen würde nichts bringen, da Sie dann immer noch im Rückstand wären.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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