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Mietminderung: Mängelanzeige per Email


| 23.06.2007 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,
nach einem Wasserschaden (geplatzte Wasserleitung), war ein Teil der Wohnung nicht benutzbar. Ich habe die Mietminderung berechnet und per E-Mail an dem Vermieter zugeschickt, mit Bitte um Bestätigung. Bei Telefongespräch, hat er mir mitgeteilt, dass er noch nichts über die Minderung reden kann, weil sie von der Versicherung abhängig ist. So, ich habe keine schriftliche Bestätigung, dass er die Minderung akzeptiert hat.
1. Darf ich die nächste Miete mit dem Betrag direkt mindern?
2. Muss der Mieter schriftlich bestätigen, dass er mit der Minderung einverstanden ist? Wenn er widerspricht, was kann ich machen?
Ich danke Ihnen im Voraus!
Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Nach § 536 Abs. 1 BGB ist Voraussetzung der Mietminderung, dass ein Mangel vorliegt. Die Miete ist dann von Gesetzes wegen automatisch gemindert. Der Vermieter muss die Mietminderung daher nicht schriftlich bestätigen. Es ist auch unerheblich, dass der Vermieter widerspricht.

Der Mieter muss dem Vermieter das Vorhandensein eines Mangels jedoch anzeigen (vgl. § 536c BGB). Erst ab der Mängelanzeige darf er die Miete dann auch tatsächlich mindern. Eine Email ist dabei sehr gefährlich, weil Sie Gefahr laufen, dass der Vermieter den Erhalt dieser Email später bestreitet. Sie haben dann in der Regel kein Beweismittel dafür, dass dem Vermieter die Mängelanzeige zugegangen ist. Sie sollten daher unbedingt sicherstellen, dass Sie dem Vermieter den Mangel noch einmal schriftlich anzeigen und auch dafür sorgen, dass dem Vermieter die Mangelanzeige zugeht (z.B. per Boten oder als Einschreiben mit Rückschein).


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Gerne bin ich bereit, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. Hierfür bin ich jederzeit für Sie telefonisch und per E-Mail erreichbar.



Mit freundlichen Grüßen



Philipp Achilles
Rechtsanwalt
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Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167129
Fax: 06421 - 167132

achilles@haftungsrecht.com
www.haftungsrecht.com

Nachfrage vom Fragesteller 23.06.2007 | 16:50

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre blitz-schnelle Antwort.

In dem Zimmer arbeiteten Trocknungsgeräte im Auftrag der Vermieter. Wir haben ihm telephonisch mitgeteilt, dass das Zimmer bei dieser Situation nicht bewohnbar ist. Die E-Mail war um die Rechnung abzustimmen.
Obwohl unser Wunsch, kamm er nur bei der Demontierung der Geräte, aber war wieder weg, vor wir sprechen zu können.
Ich habe das Zimmer mit den Geräte photografiert. Habe ich dann Anspruch auf Minderung, aufgrund der Information, dass Vermieter selbst die Trocknung bestellt hat, hat die Photos und hat am Ende der Trocknungsperiode selbst die Lage gesehen (aber nicht kommentiert)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2007 | 12:16

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworten werde:


Sofern Sie dem Vermieter den Mangel angezeigt haben und einen dementsprechenden Beweis führen können, besteht für Sie die Möglichkeit die Miete zu mindern. Die photographische Dokumentation der Mängel kann hierbei als Indiz hilfreich sein. Erforderlich ist jedoch die Mangelanzeige.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Philipp Achilles
Rechtsanwalt

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