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Mietminderung, Heizung im Bad funktioniert nicht richtig


13.03.2007 21:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

Haben im August eine Wohnung angemietet, als die kühleren Tage anfingen und wir die Heizung im Bad anmachten, haben wir bemerkt, dass die Heizung im Bad nicht richtig funktioniert.

Wir hatten nie mehr wie 21°C im Bad und das Thermostat war auf höchster Stufe. Morgens gegen 6:30 hatten wir eine Temperatur von 18°C, trotz das die Heizung 5:00 anspringt.

Mehrmals haben wir den Vermieter mündlich mitgeteielt, dass wir es kalt im Bad heben.Er selbst hat es auch kontrolliert. Wir haben zur Antwort bekommen, dass er nichts machen kann,wir sollen uns einen Heizlüfter ins Bad stellen, den wir auch noch selbst bez. sollten.Den ganzen Winter über mussten wir das Thermostat auf höchster Stufe lassen,da wir sonst nicht einmal die 21°C erreicht hätten.Dies hat nun zur Folge, das unser Heizkostenverteiler sehr hohe Verbrauchswerte anzeigt.

Kann ich die Miete rückwirkend mindern bzw. wie können wir uns absichern, dass der Heizkörper im Bad nicht bei der Nebenkostenabrechnung berücksichtigt wird.

Für eine schnelle Beantwortung bedanken wir uns im Voraus!
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Hinsichtlich Ihrem Ansinnen ist erst einmal festzuhalten, dass Sie als Mieter nicht verantwortlich sind, den vertragsgemäßen Gebrauch herzustellen bzw. zu erhalten, mithin von Ihnen nicht verlangt werden kann, eine Heizlüfter auf eigene Kosten diesbezüglich einsetzen zu müssen.
Fraglich ist bei Ihnen, ob hinsichtlich der Heizung, insbesondere im Bad der vertragsgemäße Gebrauch durch den Vermieter gegeben ist.
Diesbezüglich geht die Rechtsprechung unterschiedliche Wege, zumal aber festzuhalten sein dürfte, dass der Vermieter mindestens 18 Grad Celsius während der Nacht und mindestens 20 Grad Celsius während des Tages gewährleisten muss, um den vertragsgemäßen Gebrauch zu erhalten.
Bezüglich des Bades könnte die Temperatur durchaus nach oben korrigiert werden, wozu es jedoch der Betrachtung des Einzelfalles bedarf.
Somit müssten Sie darauf hoffen, dass Ihr erstinstanzliches Gericht, das für Mietsachen zuständig ist, dementsprechend die Temperatur zulasten des Erhaltens des vertragsgemäßen Gebrauches durch den Vermieter nach oben korrigiert.
Sollten dies nicht der Fall sein, läge kein Mangel vor, so dass bereits dem Grunde nach trotz etwaiger Ankündigung eines solchen eine Mietminderung weder für die Zukunft noch für die Vergangenheit gerechtfertigt wäre.
Ansonsten käme meines Erachtens allenfalls eine Mietminderung von 5 – 10 % in Betracht, wobei nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung das Mietminderungsrisiko nicht zu verachten sein wird.
Die Heizkörper aus dem Bad von der Betriebskostenabrechung auszunehmen wird schon rein faktisch und technisch nicht möglich sein, unabhängig davon ob Sie nach obigem Vortrag insgesamt überhaupt einen Mangel der Mietsache haben.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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