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Mietkürzung bei Geschäftsmietvertrag

| 13.02.2008 16:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


20:05

Sehr geerte Damen und Herren

wir brauchen dringend hilfe wegen unserem Vermieter da er es nicht für notwendig hält sein Gebäude instandzusetzen insbesondere die Heizanlage (wurde letztes Jahr vom Schornsteinfeger bemängelt.)
Und auch von uns mehrfach darauf hingewiesen das die Heizanlage nicht richtig funktioniert es geht weder Nachtabschaltung noch kann man sie regulieren es geht nur An oder Aus. Momentan ist sie an aber es ist trotzdem relativ kalt.
Im Büro sind 16,5 C
Im Verkaufsraum 17,9 C
Im Lager 12,9 C
Im Pausenraum 17,8 C
Desweiteren wurde er auch schon von der Gemeinde aufgefordert die Dachrinne zu erneuern aber auch darauf reagiert er nicht.
Deswegen habe ich jetzt die Miete um 300,- gekürzt. Normale Miete sind 2511,-.
Jetzt ist eine email von Ihm gekommen in der er geschrieben hat das er sehr erstaunt war das wir die Miete gekürzt haben obwohl es anscheinend keinen Grund gibt.(laut seiner Aussage)
Und droht uns mit seinem Anwalt.
Was können wir jetzt tun?
Wer ist im Recht?

13.02.2008 | 17:08

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Der Vermieter hat dem Mieter die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten, § 535 I 2 BGB .
Dies umfasst auch die von Ihnen vorgetragenen Schäden bzw. Arbeiten wie z B. Instandhaltung, - setzung der Heizanlage, Dachrinne.

Gem. § 536 BGB haben Sie das Recht, u. a. die Miete zu mindern, falls der Vermieter diesen Pflichten nicht nachkommt und die Mietsache aufgrund dessen nicht in vertragsgemäßem Zustand erhalten wird.

Der Mieter kann die Beseitigung des Mangels verlangen.
Er kann die Miete mindern (ab Auftreten des Mangels) und Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen.
Des weiteren kann er Aufwendungsersatz geltend machen,
Falls die Voraussetzungen des § 543 Abs.2 Nr.1 BGB vorliegen, so kann der Mieter das Mietverhältnis fristlos kündigen.

Die Höhe Ihrer vorgetragenen Mietminderung liegt völlig im Rahmen, da unterschiedliche Gerichte in ähnlich gelagerten Fällen Mietminderungen in Höhe von 20-30 % der Bruttomiete als nicht zu hoch befunden haben.

Da Ihr Vermieter anscheinend keinen Grund für eine Mietminderung sieht, sollten Sie Ihm die Mängel schriftlich aufzeigen und Ihm eine Frist zur Mängelbeseitigung setzen.
Diese Frist sollte hier 3 Wochen nicht überschreiten.

Sie sollten Ihrem Vermieter aufzeigen, dass Sie bei nicht erfolgter Mängelbeseitigung selbst einen Handwerker beauftragen und er sodann dessen Kosten zu tragen hat.

Des weiteren sollten Sie, sofern der Vermieter bei seiner Haltung bleibt, einen Kollegen vor Ort mit der Sache betrauen.

Da die Miete ab Auftreten des Mangels gemindert werden kann, sollten Sie bei Ihrer Mietminderung bleiben. Da die Heizungsanlage nicht oder nicht ordnungsgemäß funktioniert, ist bei Ihrer Miethöhe eine Minderung in Höhe von 300,00 € völlig angemessen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort vorerst geholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.


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Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 14.02.2008 | 06:10

Zuerst mal danke für die schnelle Antwort.
Wie ist das Rechtlich wenn unser Vermieter die Bankbürkschaft beansprucht wie er es immer antroht?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.02.2008 | 20:05

Sehr geehrte Ratsuchende!
Der Vermieter kann die Bankbürgschaft bzw. Kaution nur mit unstrittigen Forderungen nach Ablauf des Mietvertrages verrechnen bzw. aufrechnen.
Wenn sie eine Mietminderung in der angesprochenen Höhe vornehmen, so kann der Vermieter hier nicht aufrechnen, da er keine Forderung in dieser Höhe gegen Sie geltend machen kann. Er hat das Mietobjekt schließlich nicht in vertragsgemäßem Zustand erhalten.

Verrechnet der Vermieter die nach seiner Meinung ausstehenden Forderungen, so müssen Sie auf Zahlung der Mietkaution klagen.

Ich hoffe, Ihnen soweit geholfen zu haben.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen für die weitere Interessenvertretung im Rahmen der Mandatserteilung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

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ANTWORT VON

(452)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
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