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Mietgerät gestohlen, Ersatz

28.05.2018 09:49 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Uns wurde leider ein gemietetes Arbeitsgerät (Rüttelplatte) gestohlen. Eine Zusatzversicherung wurde abgeschlossen, deckt jedoch keine Kosten bei Diebstahl. Eigene private Haftpflicht, sowie Hausratsversicherung deckt auch keinen Diebstahl ab. Nun müssen wir selber den Schaden zahlen. Der Vermieter verlangt Geld für eine neues Gerät des gleichen Models.

Frage: Ist er im Recht den Vollpreis eines neuen Geräts zu verlangen, obwohl das gestohlene Objekt bereits etwas älter war? Kann ich auch einen gleichwertigen Ersatz beschaffen (gleiches Modell, gleiches Baujahr bzw. jünger und funktionstüchtig, aber gebraucht)?

In den Mietvereinbarungen steht, dass der Mieter für die Wiederbeschaffungskosten aufkommen muss.

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


I.

Im Schadenrecht gilt der Grundsatz, dass der Geschädigte gleichwertigen Ersatz erhält. Auf Ihren Fall bezogen bedeutet das, dass der Vermieter des Arbeitsgeräts Anspruch auf eine Rüttelplatte gleicher Art und Güte, aber unter Berücksichtigung des Alters des Geräts, hat.

D.h., maßgeblich für die Schadenersatzforderung ist der Wiederbeschaffungswert für einen (gebrauchtes) Arbeitsgerät, das der gestohlenen Rüttelplatte entspricht.

Ein Anspruch auf einen neues Gerät besteht nicht, weil das gestohlenen Gerät schon einige Jahre alt gewesen ist.


II.

Für Sie bestehen damit zwei Möglichkeiten:

1.

Sie können dem Vermieter des Geräts anbieten, gleichwertigen Ersatz, so wie Sie das in Ihrer Frage beschrieben haben, zu beschaffen. Damit braucht der Vermieter aber nicht einverstanden zu sein. Er kann auch Schadenersatz in Geld verlangen.

2.

Verlangt der Vermieter Schadenersatz in Geld, müsste man den Wiederbeschaffungswert der abhandengekommenen Rüttelplatte ermitteln. Der Wiederbeschaffungswert berücksichtigt den Zustand und das Alter jener Rüttelplatte, die gestohlen wurde. Um nicht den Weg über ein kostenträchtiges Sachverständigengutachten gehen zu müssen, wäre es praktikabel, sich auf dem Gebrauchtmarkt, sofern es einen solchen gibt, über die Preise für vergleichbare gebrauchte Geräte zu informieren. Dann müsste man versuchen, sich auf einen bestimmten Preis als Schadenersatz zu verständigen.


III.

Diese Vorgehensweise entspricht auch der Vereinbarung laut Mietvertrag, wonach der Mieter die Wiederbeschaffungskosten zu ersetzen hat. Wiederbeschaffungskosten sind jene Kosten, die für ein vergleichbares Gerät in gebrauchtem Zustand zu zahlen sind.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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