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Mietfreue Wohnung im Elternhaus/Ausgleichszahlung an Schwester


08.02.2018 12:49 |
Preis: 45,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich wohne mit meiner Familie seit nun 6 Jahren mietfrei in der DG-Wohnung in unserem Elternhaus. Wir haben beim Einzug 25.000 € in die Sanierung der Wohnung investiert. Gestern wurde das Elternhaus meiner Schwester und mir zu gleichen Anteilen überschrieben. Wie könnte nun eine faire Lösung für alle Beteiligten aussehen? Werden sie Sanierungskosten abgewohnt? Gehe ich nach dem aktuellen Mietspiegel der Stadt und zahle meiner Schwester 50% der Miete als Ausgleichszahlung?

Vielen Dank!
08.02.2018 | 13:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Man kann das hier relativ frei vereinbaren, muss natürlich bei einer zwei- oder mehrseitigen Abrede da zusammen finden:

Im Einzelnen:
Am besten wäre es in der Tat, hier eine fiktive Miete auszurechnen, insbesondere anhand des aktuellen (qualifizierten bzw. einfachen) Mietspiegels der Stadt und eine solche dann entsprechend einer Vereinbarung zugrundezulegen.
Den Mietspiegel erhalten Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung.

Da müssten dann die entsprechenden Kriterien Lage, Baujahr des Hauses, Renovierungen, Einrichtungen, Größe usw. in die konkrete Berechnung eingestellt werden.

Im Übrigen können in der Tat die Sanierungskosten ab gewohnt bzw. gegengerechnet werden.

Am besten wäre es, zu dem Notar zu gehen, der auch das Grundstücksgeschäft im Hinblick auf das Elternhaus begleitet bzw. beurkundet hat.
Dieser hat auch entsprechende Muster und insbesondere wäre noch daran zu denken, dass in Bezug auf eine Ausgleichszahlung Regelungen hinsichtlich einer vorweggenommenen Erbfolge gleich mit erledigt werden können.

Das spart dann auch Kosten in der Zukunft.

Denn beide Fragen hängen unweigerlich miteinander zusammen.

Sollte es einen einfachen oder qualifizierten Mietspiegel der Stadt geben und sollte man sich darauf einigen können, erübrigen sich des weiteren teure Sachverständigenkosten für die Bewertung.

Die 50-prozentige Mietlösung als Ausgleichszahlung kann dann ebenfalls festgeschrieben werden. Das halte ich ebenfalls für angemessen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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