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Mietfreies Wohnen

14.07.2008 08:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Seit ca 8 Jahren wohnen wir gemeinsam mit meiner Oma in einem Haus. Bei der Wohnung handelt es sich um eine nicht abgetrennte Wohneinheit. Einen Mietvertrag gibt es nicht, da mietfreies Wohnen mündlich vereinbart wurde. Mein Onkel (Sohn meiner Oma) ist nun der Meinung, dass nach Ableben meiner Oma eine Mietnachzahlung für den kompletten Zeitraum auf uns zu kommt. Ist es notwendig die Mietfreie Vereinbarung schriftlich bei einem Notar festzuhalten? Kann man überhaupt Miete ohne einen Mietvertrag nachfordern???

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Sie haben die mietrechtliche und die erbrechtliche Seite im Rahmen Ihrer Frage zu trennen. Mietrechtlich ist es zwischen Ihrer Oma und Ihnen zulässig, eine kostenlose Miete zu vereinbaren. Dabei kann ein „Mietvertrag“ auch mündlich geschlossen werden. Ihre Oma ist auch nicht verpflichtet, von Ihnen eine Miete zu fordern. Ohne eine Vereinbarung über eine Miete kann man diese von Ihnen (mietrechtlich) nicht nachfordern.

Etwas anderes gilt aber für den Fall, dass Ihre Oma versterben sollte. Denn dann kann dieser Sachverhalt zu einer Auseinandersetzung zwischen den Erben führen. So kann das mietfreie Wohnen als eine Art der Schenkung angesehen werden. Je nach der konkreten erbrechtlichen Konstellation kann daraus ein Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen den Erben bzw. den Beschenkten oder eine Ausgleichsverpflichtung führen.

Wenn Sie eine derartige Auseinandersetzung befürchten, sollte Sie Ihre konkrete Situation für den Erbfall prüfen und Ihre Oma diesen ggf. notariell regeln lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.


Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net
Tel.: 06131 / 333 16 70
mail@ra-freisler.de

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