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Mietfrei bei Vater wohnen?

22.02.2011 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Morgen!

Nach Abschluss meines Studiums im vergangenen September arbeite ich seit Oktober 2010 in der Nähe von München. Da ich im ersten Jahr recht wenig verdiene und mein Vater hier eine Eigentumswohnung (bereits abbezahlt) hat, bot er mir an, mietfei bei ihm zu wohnen. Dies nahm ich natürlich an, da die Mieten hier doch sehr teuer sind. Seit nunmehr fünf Monaten wohnen wir nun zusammen in seiner Wohnung.
Meine Frage: Ist dies so in Ordnung, oder ist mein Vater rechtlich gezwungen von mir Miete zum ortsüblichen Preis zu verlangen? Ist bei meiner oder seiner Steuererklärung irgendetwas zu beachten oder einzutragen (geldwerter Vorteil o.ä.)? Wir haben natürlich keinerlei Vertrag gemacht, da diese Wohnsituation natürlich nicht auf Dauer angelegt ist.

Ich bedanke mich für Ihre Hilfe!

-- Einsatz geändert am 22.02.2011 11:57:33

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage aufgrund Ihrer Angaben wie folgt:

Die Überlassung derselben Wohnung unter Familienangehörigen führt nicht zu Einnahmen im Sinne des § 8 Abs. 1 EStG (Kirchhof, Kommentar zum Einkommenssteurgesetz, § 8 Rn. 18). Nach dieser Vorschrift zählen geldwerte Vorteile als Einnahme. Sie ist aber bei Ihnen nicht einschlägig.

Eine rechtliche Verpflichtung einen Mietvertrag mit eigener Tochter zu schließen, gibt es weder zivilrechtlich noch steuerrechtlich. Hätten Sie aber tatsächlich einen Mietvertrag mit nicht Entgelt unter 56 % der ortsüblichen Mieten geschlossen, so hätte das FA Recht, den Preis gem. § 21 Abs. 2 EStG den Vertrag in einen unentgeltlichen und einen entgeltlichen Teil auszuteilen. . Voraussetzung hierfür ist aber, dass überhaupt ein Entgelt in Anspruch genommen wird. Das ist aber hier nicht der Fall.
Sie brauchen bei der Einkommenssteuererklärung gar nichts zu machen. Ihr Vater hat auch keine Einkünfte gem. § 21 EStG ; auch keine außergewöhnliche Belastungen gem. § 33 EStG .

Rückfrage vom Fragesteller 22.02.2011 | 12:55

Es handelt sich also nicht um einen geldwerten Vorteil, soweit ich das richtig verstanden habe? Insofern kann der status quo so bleiben wie er ist, ohne dass wir etwas melden oder angeben müssten, richtig?

Vielen Dank für Ihre klare Antwort, die mich doch sehr beruhigt hat.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.02.2011 | 13:19

Doch, Sie haben alles richtig verstanden. Das ist übrigens eine ziemlich sichere Rechtsauskunft, weil diese aus dem Kommentar von Kirchhof, der Richter am Bundesverfassungsgericht a.D. ist, übernommen worden ist.

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