Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mieterhöhungsverlangen: Einstufung in 'mittlere Wohnlage'

| 03.07.2009 12:29 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Nach elf Jahren erhielten wir eine Mieterhöhung (20 %), gegen die wir grundsätzlich keine Einwände haben, jedoch halten wir die Einstufung entsprechend des Mietspiegels nicht für angemessen. Die bisherige Miete wurde ohne Grundlage/Vorlage eines Mietspiegels frei vereinbart. Die Wohnung wurde 1972 bezugsfertig, 5. Etage, 75 qm. Sie liegt an einer Hauptverkehrsstraße mit starkem Auto- und Straßenbahnverkehr, außerdem an einer Gemeinschaftsgrundschule mit großem Schulhof/Spielplatz, der von den Kindern erst nach 17:00 h verlassen wird.Die angegebene Ausstattung ist korrekt: Heizung, isolierverglaste Fenster, Aufzug, Gegensprechanlage, Bad und Toilette getrennt, wobei das Bad renovierungsbedürftig ist. Neue Mieteinstufung; Gruppe 2, mittlere Wohnlage, Mietzinsspanne für 80 qm: € 6,10 bis € 8,10. Berechneter Mietzins für 75 qm = € 7,36. Aufgrund der kontinuierlichen starken Lärmbelästigung halten wir eine Einstufung in "einfache Wohnlage " für angemessen. Wir sollen wir uns verhalten?

Sehr geehrter Fragesteller

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage aufgrund Ihrer Angaben und des ausgelobten Einsatzes wie folgt:

Zunächst müsste überprüft werden, ob das Mieterhöhungsverlangen Ihres Vermieters auch korrekt abgefasst wurde (§§ 557, 558 bis 580 BGB). Dies ist naturgemäß im Rahmen dieses Erstberatungsforums schlecht möglich. Ggf. sollten Sie einen Direktauftrag erteilen, sofern Sie diese Frage geklärt haben möchten.

Allerdings schreiben Sie auch, dass Sie grundsätlich mit dem Mieterhöhungsverlangen einverstanden sind, nicht aber mit der Einstufung. Hierzu sollte der von Ihnen erwähnte Mietspiegel, auf den sich der Vermieter offensichtlich stützt, eingesehen werden. Dann könnte auch überprüft werden, ob hierbei möglicherweise einige Kriterien übersehen wurden, die bei Ihrer Wohnung (nicht) vorliegen. Auch hier böte sich die direkte Beauftragung eines Kollegen an.

Letztlich bliebe aber auch noch, dass Sie sich ganz einfach mit Ihrem Vermieter in Verbindung setzen, Ihre Bedenken äußern und versuchen, mit dem Vermieter einen Kompromiß auszuhandeln. Sinnvoll wäre hier im Vorfeld, bei mit Ihrer Wohnung vergleichbaren Wohnungen (also nach Lage, Ausstattung und Größe ähnlich) den Mietzins zu eruieren, um dem Vermieter vergleichbare Objekte mit - hoffentlich - niedrigerem Mietzins als dem von ihm jetzt neu verlangtem präsentieren zu können. Sollte hier eine Einigung in Ihrem Sinne nicht zu erzielen sein, könnten Sie den Vorgang immer noch erschöpfend von einem Kollegen prüfen lassen.

Bitte beachten Sie, dass Sie der Mieterhöhung bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats nach dem Zugang des Verlangens zustimmen müssen, ansonsten kann der Vermieter auf Erteilung der
Zustimmung klagen, § 558b Abs. 2 BGB. Sie sollten also vorsichtshalber innerhalb dieser Frist versuchen, eine Lösung herbeizuführen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit vorstehenden Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung ermöglichen konnte. Naturgemäß ist für eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes und vor allem möglicher Unterlagen erforderlich. Im Rahmen dieses Forums können sich meine Ausführungen jedoch lediglich auf Ihre Schilderungen stützen und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich kann Ihnen bei der von Ihnen geschilderten Problemstellung im Zweifelsfall nur empfehlen, einen spezialisierten Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie Ihre Rechte aktiv wahrnehmen möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2009 | 18:21

Das Mieterhöhungsverlangen wurde uns vom Fachanwalt mitgeteilt. Alle Regularien wurden eingehalten. Meine Frage bezieht sich ausschließlich auf das Kriterium "einfache" oder "mittlere" Wohnlage. Lt. dem uns vorliegenden Mietspiegel werden wir jetzt in "mittlere" Wohnlage eingestuft. Wir wohnen jedoch an einer Hauptverkehrsstraße mit starkem Auto-. und Straßenbahnverkehr und Lärm sowie an einer Ganztagsschule mit Spielplatz. Ist eine Einstufung in "mittlere" Wohnlage gerechtfertigt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2009 | 10:47

Sehr geehrter Fragesteller,

die bei Ihrer Wohnung vorgenommene Einstufung wäre dann gerechtfertigt, wenn die Kriterien für Ihre Wohnung mit denen des zugrunde gelegten Mietspiegels übereinstimmt. Hier wäre, wie Ihnen mitgeteilt, eine konkrete Überprüfung vorzunehmen. Wenn die von Ihnen mitgeteilten Umstände (Hauptverkehrsstraße mit Lärmbelästigung, unmittelbar angrenzende Ganztagsschule) im Rahmen des Mietspiegels nicht berücksichtigt wurde (wovon ich ausgehe), sollten Sie hierauf hinweisen und entsprechend argumentieren. Insofern bestünden berechtigte Zweifel, ob die Einstufung in "mittlere Wohnlage" gerechtfertigt ist.

Bewertung des Fragestellers 20.07.2009 | 21:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Entsprechend meiner Kenntnis des Mietspiegels hätte ich gerne
eine detailliertere Differenzierung zwischen "mittlerer" und "einfachen" Wohnlage gewünscht. Die Antwort lässt mich jedoch hinsichtlich Stellungnahme zur Mieterhöhung sicherer auftreten."