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Mieterhöhung nach 10 Jahren


| 21.12.2016 20:30 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich wohne seit 10 Jahren in einem gemieteten Haus. Wir haben bisher keine Mieterhöhung erhalten. Ich habe das Haus mit meinem Mann angemietet.

Der Vermieter wollte mir wegen Eigenbedarf kündigen, benötigt aber das Haus spätestens zum 1.4. , ich habe aber aufgrund der langen Mietzeit 9 Monate Kündigungsfrist. Er möchte die Miete jetzt dem Mietniveau des Ortes anpassen und um 30% ab dem nächsten Monat erhöhen. Zugleich möchte er einen neuen Vertrag mit mir aufsetzen, da mein Mann ausgezogen ist, wir befinden uns im Trennungsjahr.
Frage: Sind 30% Mieterhöhung legitim? Muss ich die Miete ab sofort zahlen? Muss ich das alte Mietverhältnis aufkündigen, nur weil mein Mann hier nicht mehr wohnt?
Ich befürchte, dass er gern einen neuen Mietvertrag hätte, weil er dann die Miete beliebig erhöhen kann, da es ein neues Mietverhältnis ist.

Welche Rechte habe ich? Streiten möchte ich mich nicht, aber auch nicht mehr Geld zahlen als ich muss, da ich jetzt allein erziehend bin. Mein Mann besteht nicht auf eine Aufhebung des Mietvertrages.
21.12.2016 | 21:26

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

in Ihrem Fall gilt Folgendes:

Mieterhöhungen mit Berufung auf die ortsübliche Vergleichsmiete sind nur statthaft, wenn im Mietvertrag ein Erhöhungsvorbehalt vereinbart wurde (z.B. "Der Vermieter ist berechtigt, gesetzlich zulässige Mieterhöhungen vorzunehmen.")

Darüber hinaus darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20% erhöhen (Kappungsgrenze nach § 558 BGB).

Die Begründung muss Folgendes beinhalten:

Zur Begründung kann insbesondere Bezug genommen werden auf

1. einen Mietspiegel (§§ 558c, 558d), jeweils oder
2. eine Auskunft aus einer Mietdatenbank (§ 558e),
3.ein mit Gründen versehenes Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen,
4. entsprechende Entgelte für einzelne vergleichbare Wohnungen; hierbei genügt die Benennung von drei Wohnungen.

Sodann wäre die Mieterhöhung auch erst zum dritten Monats nach Zugang der ordnungsgemäßen Mieterhöhung wirksam, sprich wenn sie diesen Monat noch eingehen sollte, erst zum 01.03.2017.

Sollten die o.g. Formalien nicht eingehalten worden sein, können Sie die Mieterhöhung zurückweisen.

Sofern Ihr Mann damit einverstanden ist, können Sie auch weiterhin den Mietvertrag laufen lassen und dort wohnen bleiben. Das ist überhaupt kein Problem. Einen neuen Mietvertrag würde ich solange nicht abschließen, zumal sein Mieterhöhungsverlangen rechtswidrig ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 23.12.2016 | 06:13


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