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Mieterhöhung / Unregelmäßigkeiten lt. Mietspiegel

| 03.12.2020 18:46 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


20:22

Mein Sohn wohnt seit Juni 2014 in einer Mietwohnung in Leipzig.Im Dezember 2020 meldet der Vermieter in Berufung auf den Leipziger Mietspiegel 2018 eine erstmalige Mieterhöhung von 15% an. Bei einer Kaltmiete von 665,00 € wären das knappe 100 € mehr ab Februar 2021.
Bei der Überprüfung der eingereichten Mietspiegelberechnung des Vermieters fiel auf, dass einige berechnete Positionen zur Ermittlung der Kaltmiete in der Wohnung seit Neubezug gar nicht vorhanden sind.So z.B. eine ebenerdige separate Dusche. Die Positionen wurden bemängelt und vom Vermieter akzeptiert, so das ca. 0,50 € weniger Berechnungsgrundlage für die Miete errechnet wurden.Auf die Jahre hat mein Sohn damit nun schon für 86 qm Wohnraum mehr als 3.500 € an den Vermieter überzahlt. Dieser äußert sich nicht zur Differenz und sieht auch keine Möglichkeit der Korrektur und beharrt stur auf seine Mieterhöhung auf dem Preis der falsch angesetzten Kaltmiete.Was ist zu tun? Ein schriftlicher Widerspruch beim Vermieter wurde bereits eingelegt.Dieser droht mit Klage!

03.12.2020 | 19:22

Antwort

von


(348)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen zwischen der bisherigen Miete und der Mieterhöhung unterscheiden. Bei der Vermietung kann die Miethöhe frei vereinbart werden. Somit konnte bei der Vermietung 2014 auch eine Miete vereinbart werden, die über dem damaligen Mietspiegel lag.
Der Mietspiegel wird erst dann entscheidend, wenn die ursprüngliche Miete erhöht werden soll. Wenn dann die ortsübliche Miete oder die Ausgangsmiete für die 15% bei der Mieterhöhung falsch berechnet wird, macht das die Mieterhöhung ganz oder teilweise ungültig, bedeutet aber leider nicht, dass die Miete unzulässig hoch war, die vor der Mieterhöhung gezahlt wurde.
Deshalb gibt es keine Überzahlung, die zurück gefordert werden könnte.

Rechnen Sie aus, welche Mieterhöhung Ihrer Meinung nach gerechtfertigt ist. Maximal 15% der bisherigen Nettokaltmiete und nicht mehr als bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach dem Mietspiegel. Dann stimmen Sie dem Teil der Mieterhöhung zu, den Sie für richtig halten.

Der Vermieter kann dann zwar Klage auf Zustimmung zur Differenz zwischen dem anerkannten Teil und der ursprünglich gewollten Mieterhöhung klagen. Wenn Ihre Berechnung richtig ist, wird die Klage jedoch abgewiesen und der Vermieter muss die gesamten Verfahrenskosten einschließlich der Gebühren Ihres Anwalts bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 03.12.2020 | 20:15

Durch Neuberechnung des Grundbetrages der Kaltmiete pro Quadratmeter laut Leipziger Mietspiegel 2018 durch den Vermieter hat sich die Kaltmiete um 46,25 € monatlich insgesamt verringert. Ist das der ausschlaggebende Wert zur max. 15%igen Mieterhöhung, da dies nur den Anteil A darstellt oder kann noch ein Wohnflächenanteil B zusätzlich herangezogen werden, der nochmals aufschlägt und den MITTELWERT der Miete darstellt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.12.2020 | 20:22

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Vermieter davon ausgegangen ist, dass die bisherige Nettokaltmiete 665,00 Euro betrug und die tatsächliche Nettokaltmiete um 46,25 Euro niedriger lag, dann sind 665,00 - 46,25 = 618,75 Euro die Ausgangsmiete für die Berechnung der 15%.
Die Miete nach der Erhöhung ist dann 618,75 * 1,15 = 711,56 Euro

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.12.2020 | 20:18

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.12.2020
5/5,0

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ANTWORT VON

(348)

Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
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