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Mieterhöhung Gewerbe durch Indexerhöhung

| 17.04.2012 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


17:29
Mein Vermieter (gewerblich) hat mir vorgestern einen Brief zukommen lassen, wonach er die Miete rückwirkend zweimal erhöht. Der Mietvertrag wurde im März 2005 geschlossen. Er berechnet nun einmal eine Mieterhöhung für 11/07 bis 31.01.11 um 5,21 % und ab 01.02.11 nochmals um 4,57 %. Bislang wurde die Miete nie angepasst. Jetzt soll ich alles nachzahlen. Im Mietvertrag ist folgendes geregelt: "Der Mietzins ändert sich jeweils automatisch, sofern sich der VPI f. d. BRD gegenüber dem Stand bei Mietbeginn um mehr als 5 Pkte verändert hat. Maßgebend für die Mietzinsänderung ist der Termin, an dem die fünfpunktige Erhöhung eingetreten ist. Die Mietveränderung entspricht der Veränderung des Verbraucherpreisindexes. Wenn aufgrund der vorst. Klausel eine Anpassung der Miete durchgeführt worden ist, wird die Klausel gem. den Bestimungen des vorstehenden Absatzes erneut anwendbar und demgem. ist die Miete erneut entsprechend anzupassen, sobald sich der VPI f. die BRD (Basis: 2000=100) gegenüber seinem Stand im Zeitpk. der letzten Mietanpassung um mehr als 5 Punkte erhöht hat. Die Änderung des MZ im Sinne der vorst. Bestimmungen tritt ohne Mitteilung des VM o. M. an den Vertragspartner ein. Zunächst nicht verlangte Änderungsbeträge können nachverlangt werden." Ab wann kann er nachverlangen und gilt dann die Berechnung Abschl. des MV oder der Index nach der Verjährungsfrist?
17.04.2012 | 11:36

Antwort

von


(510)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Aufgrund der geschilderten Vertragsklausel kann Ihr Vermieter den erhöhten Mietzins ab dem Zeitpunkt nachverlangen, ab welchem sich der VPI (Basis 2000: 100) um mehr als 5 Punkte erhöht hat. Nach überschlägiger Berechnung war dies im November 2007 der Fall. Auch die weitere Erhöhung für Februar 2011 dürfte grundsätzlich berechtigt sein, weil sich der VPI zwischen 11/2007 und 2/2011 wiederum um mehr als 5 Punkte erhöht hatte.

Sie können jedoch für die aufgrund der Erhöhung offenen Mietanteile, die vor dem 01.01.2009 fällig wurden, die Einrede der Verjährung erheben, brauchen also „nur" die um 5,21 % erhöhte Miete ab 01.01.2009, die um weitere 4,57% erhöhte Miete ab 01.02.2011 zu zahlen.

Aus der von Ihnen zitierten Klausel ist ein Verzicht auf die Einrede der Verjährung nicht herzuleiten. Sie sollten jedoch den Mietvertrag prüfen, ob ein solcher Verzicht nicht an anderer Stelle niedergelegt ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2012 | 15:52

..aber hätte der Verwalter nicht warten müssen mit der 2. Erhöhung, da im Febr. 11 der Abstand zum Nov. 2007 erst 4,57 % betraf. Ich dachte, es müssen mind. mehr als 5 % sein.
Vielen Dank für Ihre Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2012 | 17:29

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Maßgeblich ist laut Mietvertrag der VPI mit der Basis 2000 = 100. In 2005 (Abschluß des Mietvertrages) betrug dieser VPI ca. 107 Punkte, in 2007 etwas mehr als 112 Punkte, in 2011 etwas mehr als 119 Punkte, er hatte sich also seit 2007 um mehr als 5 Punkte verändert. Dies entspricht einem Anstieg von 10,7 %. Die Miete ist insgesamt um 10,02 % erhöht worden, bleibt also gegenüber der Entwicklung des VPI etwas zurück.

Wie bereits ausgeführt, handelt sich bei den vorstehenden Zahlen um eine überschlägige Berechnung. Eine genaue Berechnung, welche die Entwicklung des VPI pro Monat berücksichtigen müßte, kann für den gebotenen Einsatz und in der Kürze der in diesem Portal vorgesehenen Zeit nicht geleistet werden.

Wenn Sie eine solche Berechnung wünschen, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich ggf. per e-mail oder machen Sie hier im Portal eine Direktanfrage bei mir.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.04.2012 | 23:33

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