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Mieterforderung nach Wasserschaden

15.09.2014 20:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Schadensersatzansprüche wegen eines Mangels der Mietsache (hier: Unbewohnbarkeit wegen Wasserschadens) stehen dem Mieter gegen den Vermieter nur dann zu, wenn den Vermieter hinsichtlich des Eintritts des Schadensereignisses ein Verschulden trifft.

Bei einem Wasserschaden in der vermieteten Wohnung übernahm die Gebäudeversicherung die Forderung der Mieter nur teilweise: es wurde Erstattung der Bruttomiete, zusätzliche Fahrtunkosten zum Arbeitsplatz (wg. notwendigem Auszug), Stromkosten für Trocknung sowie Packkosten und Reinigungskosten mit 20€/Stunde gefordert.
Die Versicherung erstatte lediglich die Nettomiete, Reinigungsarbeiten zu eine Satz von 12 €/Stunde sowie Stromkosten.
Die Fahrtkosten sowie die Bruttomiete sei lt. Versicherung nicht erstattungsfähig, Packkosten nicht mitversichert.

Muss ich als Vermieter für die Mehrforderung der Mieter aufkommen oder kann ich mich auf die Aussage der Versicherung berufen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auf die Aussage der Versicherung können Sie sich im vorliegenden Fall leider nicht berufen.

Wenn die Wohnung aufgrund des Wasserschadens unbewohnbar war, sind die Mieter für die Dauer der Unbewohnbarkeit von der Mietzahlung komplett befreit; das betrifft auch die Nebenkosten.

Hinsichtlich derjenigen Kosten, die die Versicherung nicht bezahlt hat, kommen nur Schadensersatzansprüche nach § 536 a BGB seitens der Mieter gegen Sie in Betracht. Voraussetzung hierfür wäre jedoch u.a., dass Sie ein Verschulden an dem Wasserschadensereignis träfe (z.B. nicht durchgeführte Wartungen etc.) und natürlich der Nachweis durch die Mieter, dass die geltend gemachten Kosten erforderlich waren. Die Kosten müssten durch die Mieter auch belegt werden.

Ihrer Sachverhaltsschilderung ist nicht zu entnehmen, wie es zu dem Schadensereignis gekommen ist.

Allein das Auftreten eines Wasserschadens in einer Mietwohnung führt jedenfalls nicht automatisch zu Schadensersatzansprüchen (z.B. die erwähnten Fahrt- und Packkosten) der Mieter. Hierfür ist Voraussetzung, dass Sie als Vermieter ein Verschulden (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) beim Zustandekommen des Schadensereignisses trifft.

Sollte dies nicht der Fall sein - dies können Sie selbst am besten beurteilen - scheiden Schadensersatzansprüche der Mieter gegen Sie aus.

Es verbleibt dann, abgesehen von den Nebenkosten (siehe obige Ausführungen), bei den von der Versicherung gezahlten Beträgen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

In diesen Fällen, oder wenn Sie weitergehende Beratung wünschen, kontaktieren Sie micht bitte über meine e-Mail-Anschrift, die Sie den hinterlegten Kontaktdaten entnehmen können.

Mit freundlichen Grüßen

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