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Mieter schikanieren Vermieterin (70)

18.08.2011 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


22:23

Sehr geehrte Anwälte,

meine Familie und ich leben auf einen Bauernhof mit mehreren Mietpartein. Unsere vermieterin ist eine 70 jährige liebenswürdige aber leider viel zu gutmütige Dame. Letztes jahr wurde ihr eine Schäferhunddame von den Mietern weggenommen, allein und hilflos wie sie hier war, lies sie es zu. Die Schäferhündin wurde krank und die Mieter brachten sie zum Tierartzt. Diese Kosten aber legen sie der Dame auf und wollen sie wieder haben.

Die vermieterin hatte (bis heute) eine verwalterin ihrer Finanzen u.a. besaß diese die Autopapiere der Vermieterin, diese Papiere hat sie heute, ohne Rücksprache mit der vermieterin an die Mieter übergeben ,diese geben den erst wieder wenn die Tierarztsumme beglichen ist,wohlwissend das unsere vermieterin das geld nicht hat. Ist das alles denn überhaupt rechtens??? Die gute kann sich leider nur bedingt dagegen wehren, es sind noch unendlich viele andere sachen vorgefallen, nur wird diese gute dame regelrecht erpresst wegen einer anderen sache und somit traut sie sich nicht zum anwalt und ist hier damit täglichen schikanen ausgesetzt.
die andere sache ist folgende: der bauernhof hier ,also ihr besitz stand letztens schon zur Zwangsversteigerung, die mieterin rettete das ganze mit einer bestimmten geldsumme die sie nun abwohnen darf.jedoch führt diese mieterin sich jetzt auf wie die eigentümerin etc.

wie kann ich dieser dame denn helfen,denn nichtnur das sie mir sehr sehr leid tut, es ist auch kein Leben was sie derzeit führen muss unter der permanten schikane.

18.08.2011 | 21:57

Antwort

von


(1217)
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aufgrund Ihrer Ausführungen liegt die Vermutung nahe, daß die Vermieterin unter Betreuung steht. Das schließe ich daraus, daß Sie eine "Verwalterin" der Finanzen der Vermieterin erwähnen.

Wenn meine Vermutung zutrifft, hätte die Betreuerin die Vermögenssorge.


2.

Nicht klar ist aber, aus welchem Grund die "Verwalterin" jenen Leuten, die die Begleichung der Tierarztrechnung verlangen, die Fahrzeugpapiere herausgibt. Aufgrund der Sachverhaltsschilderung ist dafür kein Rechtsgrund ersichtlich.

Auch läßt sich aus dem Sachverhalt nicht ersehen, ob die Vermieterin tatsächlich verpflichtet ist, die Tierarztkosten zu zahlen.

Um diese Frage rechtlich beurteilen zu können, müßte man wissen, wie die "Wegnahme" des Hundes in rechtlicher Hinsicht zu sehen ist. Hier könnte man sowohl an einen Diebstahl als auch an eine Schenkung denken. Unter Umständen kommt auch ein Verwahrungsvertrag in Frage. Die Sachverhaltsschilderung läßt jedenfalls keine eindeutige rechtliche Zuordnung zu.

Gegen einen Diebstahl scheint zu sprechen, daß Sie sagen, die Vermieterin hätte die Wegnahme des Hundes zugelassen.

D. h. hier bestehen eine Reihe von Unklarheiten, die erst aufgeklärt werden müssen, um rechtliche Schlußfolgerungen ziehen zu können.


3.

Ebensowenig ist eine Berechtigung erkennbar, den Mietern die Fahrzeugpapiere auszuhändigen. Auch hier bedarf es noch weiterer Sachverhaltsaufklärung.

Jedenfalls entsteht aufgrund der Sachverhaltsschilderung der Eindruck, daß, zurückhaltend formuliert, einiges gegen die Interessen der Vermieterin zu laufen scheint.

Sie werden der Vermieterin selbst kaum behilflich sein können, da konkrete Hilfeleistung nur bei Kenntnis der Rechtslage möglich ist.

Die Vermieterin sollte deshalb einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen, um sich (zunächst) beraten zu lassen. Und an diesem Punkt setzt Ihre Möglichkeit ein, Nachbarschaftshilfe zu leisten. Ich empfehle deshalb, der Vermieterin in einem persönlichen Gespräch nahezulegen, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hier bietet sich auch eine weitere Möglichkeit der Hilfestellung an: Sie können der Vermieterin nahe legen, sie zum Rechtsanwalt zu begleiten.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 18.08.2011 | 22:03

Also der Hund wurde gestohlen, die Vermieterin war zu der Zeit mit den Mietern noch allein auf dem Hof und hatte wenig gegen anzubieten, der hund wurde ihr einfach nicht wieder gegeben.

Die sogenannte Verwalterin war eine Freundin und bekam die Vollmachten darüber sich um die finanzen zu bemühen. Das hat sie heute alles abgegeben. und die erwähnten papiere den mietern übergeben.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.08.2011 | 22:23

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Ihre ergänzenden Ausführungen bestätigen meine Vermutung, daß bezüglich der Rechtslage erheblicher Aufklärungsbedarf besteht.

Deshalb kann ich meinen Ratschlag, die Vermieterin zu einem Gang zum Rechtsanwalt zu bewegen, Ihnen nur nochmals eindringlich nahe legen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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