Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mieter meldete sich nicht beim Stromversorger an


17.02.2007 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Guten Tag!

Ich besitze ein 2 Familienhaus, bewohne die eine Wohnung selber und habe die andere vermietet. Die Mieter wechseln alle paar Jahre.

Der Mieter von März 2003 bis März 2006 hat sich nicht beim örtlichen Stromversorger angemeldet.

Deshalb hat mir der Stromversorger jetzt eine Rechnung über diese drei Jahre geschickt. Ich selbst habe von diesem Stromversorger die Rechnung für meine Wohnung regelmässig im Jahresrythmus bekommen.

Ich habe nun mit dem Stromversorger gesprochen, und die Dame an der Hotline meinte, ich solle die Kosten vom Mieter eintreiben, ich selbst wäre als Hauseigentümer der Vertragspartner und müsse zahlen.

Frage: Kann ich nun einen Widerspruch gegen diese Rechung einlegen, mit dem Argument, ich war nicht der Abnehmer, der Abnehmer war Herr X, wie ich auch anhand des Mietvertrages nachweisen kann.

Oder muss ich die Kosten selber tragen, kann mich aber auf Verjährung nach BGHZ 84 S281 berufen ?
(Ein Recht ist verwirkt, wenn der Berechtigte es längere Zeit hindurch nicht geltend gemacht hat und der Verpflichte sich nach dem gesamten Verhalten des Berechtigen sich darauf einrichten durfte, daß dieses Recht in Zukunft nicht geltend gemacht werde)

Oder haben Sie eine andere Idee ?

Mit freundlichen Grüßen!
17.02.2007 | 20:08

Antwort

von


106 Bewertungen
Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Ein Energielieferungsvertrag kommt durch die Entnahme von Energie aus dem örtlichen Netz zustande. Vertragspartner ist dabei der Eigentümer (Vermieter), wenn sich der Mieter nicht beim Versorgungsunternehmen angemeldet hat (BGH NJW 03, 3131).

Ein Widerspruch dürfte daher wenig Erfolgsaussichten haben.

Gegen die Forderung können Sie auch keine Verwirkung einwenden, weil die Stromversorger nicht feststellen können, ob und in welchem Umfang ein Verbrauch stattfindet (andernfalls brächte es z.B. keine Ablesungen). Dass überhaupt Strom verbraucht wurde, fällt also erst dann auf, wenn sich der neue Mieter beim Versorgungsunternehmen anmeldet und den aktuellen Zählerstand bekannt gibt. Aus diesem Grund kommt auch eine Verjährung für den Verbrauch in 2003 in Betracht, weil die Verjährungsfrist gem. § 199 I Ziffer 2 BGB erst mit Kenntnis des Versorgungsunternehmens beginnt.

Sie sind daher leider zur Zahlung verpflichtet, können die Forderung aber selbstverständlich gegenüber dem ehemaligen Mieter geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

106 Bewertungen

Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Versicherungsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER