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Mieter drehen durch!

| 27.04.2013 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Ich habe ein Haus, habe erst oben vermietet ( Doppelhaushälfte) gegen Renovierung, Mietminderung ( weil die Wohnung nicht fertig renoviert war) ,ich wohne weiterhin unten.
Mieter gefunden, erst alles ganz toll, vertraglich renovierungsplan festgelegt, Miete, Kaution.
Dann war es so dass die Mieter, ziemlich agressiv wurden als ich die Schlüssel nicht rausrücken wollte, weil sie nicht mal die Hälfte der Kaution bereit hielten.
Letztendlich haben sie ein Drittel der Kaution bezahlt, die Renovierung begann und mir wurde schnell klar, dass die beiden ( ein Ehepaar ) dass vieles nicht stimmte: er hat sich mir als Fliesenleger und Tischler ausgegeben ( ich erfuhr später dass er Zimmermann ) ist, die Frau agressiv, schrie immer rum.
Mir wurde Angst und Bange wollten sie doch ab July, da zieh ich ganz aus, das ganze Haus mieten. Im Mietvertrag für die Wohnung legte ich fest, dass ich Ihnen zuerst das Haus anböte. Das habe ich, ich verlangte Miete, Nebenkosten, Bürgen, Gehaltsnachweis.

Das war ein Fehler: die beiden völlig überfordert mit der Renovierung, das Bad nicht fertig ( weil Fließenleger nicht Fließenleger ist) haben vor in die Baustelle morgen einzuziehen, die 18 Jährige Schwägerin mit Kind gleich dazuzuholen ( hab ich von jemand anderem erfahren) rief mich die Frau an und schrie: die Miete für das Haus ist hoch, das bezahle ich nicht, ich bringe keinen Bürgen uswuswusw.

Der Mann rief noch hinterher an, versuchte abzuschwächen und mich zu erpressen, ich gab in dem Mietvertrag für die Whg ( die sie gerade versuchen zu renovieren) hab ich 3 Zimmer, 1 Küche ( damit ist ein Raum gemeint der leer ist, aber einen Wasserablauf hat
und der Mieter sagte noch: da brauch ich keinen Starkstrom, es gibt heutzutage Herde die ganz normal eingesteckt werden.
Jetzt sagt er: du hast im Mietvertrag : 1 Küche geschrieben und es gibt nicht mal einen Starkstrom anschluß.
Gemietet wie gesehen?
Die Wohnung ist eine Baustelle, sie wollen jetzt sofort ihre Miete für Mai haben, das 3tel Kaution, und ich steh da....

Ich muss jetzt Mieter suchen, die gerne in eine Baustelle einziehen, hab Mietverlust...was soll ich tun?
Miete und Kaution gleich auszahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die gestellte Frage.

Zunächst weise ich darauf hin, dass es sich hier um eine Erstberatung ohne Einblick in die Verträge und ohne Kenntnis der Absprachen im Detail handelt. Schon das Weglassen von Kleinigkeiten kann die Beurteilung zu Ihren Gunsten,aber auch zum Nachteil ändern. Der Fall scheint sehr verzwickt zu sein, weshalb auch Ihre lange Schilderung wohl nicht ganz reicht, um den Fall komplett darzustellen.

Sie schreiben zu Ihrer eigentlichen Frage:

"Die Wohnung ist eine Baustelle, sie wollen jetzt sofort ihre Miete für Mai haben, das 3tel Kaution, und ich steh da...."

Ist damit gemeint, dass die Mieter die Miete für Mai bereits gezahlt hatten und nun von dem Vertrag zurücktreten wollen? Wurde denn schriftlich gekündigt?? Die Kündigungsfrist für Wohnraummietverträge beträgt abweichlich anderer Vereinbarung 3 Monate. Sofort kündigen kann man u.U. nur, wenn ein festhalten am Mietvertrag nicht zumutbar ist- dafür sehe ich zunächst keine Anhaltspunkte. Auch wird dies in der Rechtsprechung eng ausgelegt, damit man eben nicht einfach aus einem Mietvertrag herauskommt.

Solange nicht feststeht, daß ein Auflösungs- oder Rücktrittsgrund vorliegt,brauchen Sie gar nichts zurückzahlen. In erster Linie dient die Kaution Ihrer Sicherheit.Nach Ihren Angaben hat sich die Mietpartei sich selbst nicht an die Vereinbarungen gehalten. Sie können die Kaution dazu verwenden, mögliche finanzielle Schäden aus Verletzung einer Vertragspflicht abzudecken (ggf.Verschlechterung wegen nicht sachgemäßer Bauarbeiten, Mietausfall) . Aber Achtung: Bereits ein halbes Jahr nach dem Auszug des Mieters verjähren Ansprüche des Vermieters wegen Verschlechterungen der Wohnung. Machen Sie Ansprüche schriftlich geltend!!

Sie können auch zustimmen, dass man den Vertrag einvernehmlich auflöst, wobei Sie sich aber keineswegs auf die Rückzahlung der Kaution usw. festnageln lassen müssen.

Sollten Ihre Mieter "vertragswidrig" ausziehen, können Sie den Anspruch auf Mietzahlung für weitere 3 Monate haben, ggf. sogar ein Vermieterpfandrecht an den pfändbaren Gegenständen. Gerne stehe ich im Rahmen der kostenlosen Rückfrageoption für weitere Fragen aus dem geschilderten Sachverhalt zur Verfügung.

Ich rate schließlich dazu,in Anbetracht des Konfliktpotentials die Sache unter Vorlage der Vertragsunterlagen und weiterer Einzelheiten einem Anwalt zu übergeben, der Ihre Rechte präzise und umfassend für Sie wahrnimmt.


Mit freundlichen Grüßen aus Bielefeld
T.Asthoff

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2013 | 22:26

Ja sie haben die Mai Miete bezahlt, als Rücktrittsgrund geben sie an ( oder schreien mich an) dass die geforderte Miete für das ganze Haus zu hoch sei, so wäre das nicht ausgemacht gewesen ( stimmt so nicht : ich sprach von der Netto Miete, die dachten Brutto also inklusive Betriebskosten) und dass ich einen Bürgen verlange, was ich für die Wohnung nicht verlangte uswusw.
Sind das berechtigte Rücktrittsgründe? Schriftlich ist gar nichts festgehalten, es gab 2 Telefongespräche in einem wurde ich beschimpft und taub geschrieen im anderen hat der Mieter versucht mich zu erpressen wegen der "Küche" die es nicht gibt...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.04.2013 | 22:45

Die Mietvereinbarung, auch betreffend der Höhe,ergibt sich grundsätzlich aus dem Vertrag. Mieten werden oft als Nettomiete angegeben- die Nebenkosten werden immer gesondert aufgeführt.

Bei der Angabe der Mieträume bedeutet "Küche" nicht, dass diese etwa möbliert ist, sondern nur, dass entsprechende Anschlüsse/Leitungen/besondere Verfliesung bestehen. Dies ist bei Ihnen wohl der Fall.

Schon gar nicht müssen Sie sich erpressen lassen,und erst recht gar nicht anschreien lassen.

Bestehen SIe auf Zahlung der restlichen Kaution.Zahlen Sie auch nichts zurück, denn aus meinem - eingeschränkten - Blickwinkel besteht dazu überhaupt kein Grund. Sogar wenn die Mieter den Grund dazu geben, dass sie diese eventuell "rausschmeissen" müssen, haben Sie einen Anspruch auf Schadenersatz/entgangene Miete usw.

Bewertung des Fragestellers 27.04.2013 | 22:30

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