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Mieter bleibt Miete schuldig und beschädigt Teile der Wohnung

| 24.03.2018 19:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Ich vermiete ein Apartment, welches der Mieter (ein junger Mann) gekündigt hat und jetzt ausgezogen ist. Die letzten 3,5 Monate hat er keine Miete mehr gezahlt und bei der Wohnungsübergabe wurden einige eindeutig belegbare Schäden festgestellt (Parkett total zerkratzt, 2 Türblätter durch grobe Gewalt beschädigt), die mit Verschleiß oder Abnutzung nichts zu tun haben. Als der Mieter 2015 eingezogen ist wurde ein Übergabeprotokoll gemacht, welches er auch unterschrieben hat und anhand dessen sich nachweisen lässt, dass die Schäden von Ihm angerichtet wurden. Es wurde eine Mietkaution hinterlegt, welche aber für den Ausgleich der Mietaussenstände und die Reparaturen nicht ausreicht. Die Mutter des Mieters hat im Mietvertrag als Bürge mit unterschrieben.
Jetzt muss ich die Kautionsabrechnung machen und habe zwei Fragen:
1.) Soll ich die Mietaussenstände gegen die Kaution aufrechnen und über die (zunächst geschätzten) Reparaturkosten einen Mahnantrag stellen (z.B. bei www.online-mahnantrag.de), oder mache ich es besser umgekehrt....Reparaturkosten gegen die Kaution aufrechnen und die ausstehende Miete über den Mahnantrag ?
2.) Kann ich die Mutter in BEIDEN Angelegenheiten, also anstehende Reparaturen und ausgleich der Mietrückstände mit in Anspruch nehmen ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

1)
Da die Mietrückstände bereits eindeutig bezifferbar sind, sollten Sie mit diesen primär die Aufrechnung mit dem Kautionsrückzahlungsanspruch erklären, wobei insofern auch tatsächlich über die Kaution inklusive Zinsen abzurechnen ist. Wegen der sehr kurzen Verjährungsfrist für Schadenersatzansprüche von sechs Monaten ab Rückgabe der Wohnung nach Par. 548 BGB sollte auch rasch ein Mahnbescheid bezüglich der Restforderung beantragt bzw. eine entsprechende Klage erhoben werden.

2)
Um beurteilen zu können, ob die Mutter auch für die Schäden und nicht nur für die Mietzahlung bürgt, muss die Bürgschaftserklärung im Detail geprüft werden, da insofern eine Beschränkung denkbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.03.2018 | 13:30

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, eine Rückfrage hätte ich aber noch: Eine separate, Bürgschaftserklärung gibt es nicht. Die Mutter hat lediglich im Vertrag unter "zusätzliche Vereinbarungen" zusammen mit Ihrem Sohn unterschrieben dass sie Bürgin ist, wobei in Klammer hinter ihrer Unterschrift vermerkt ist (Mutter Petra W. , Bürge). Am Ende des Vertrages hat dann nur noch der Sohn als Mieter unterschrieben. Verstehe ich Sie richtig, dass ich die Bürgin vorrangig für die Mietschulden (mit) in Anspruch nehmen sollte, ich jedoch nicht mit Sicherheit davon ausgehen sollte, dass ich sie auch für die Schadensersatzansprüche heran ziehen kann ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.03.2018 | 13:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Um eine Einstandspflicht auch für die Schäden prüfen zu können, muss die Bürgschaftserklärung gemäß Par. 133, 157 BGB bezüglich Sinn und Zweck ausgelegt werden. Sie haben mich daher richtig verstanden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.03.2018 | 13:49

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