Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mieter Neubau Haus: Rücktritt vom Mietvertrag

| 19. Oktober 2021 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 24.10.2021 sollte mein Mieter in mein Haus (Neubau, Fertigstellung Juli 2021) einziehen. Am 11.10.2021 bekam ich ein Einschreiben, dass er aus persönlichen Gründen nicht mehr einziehen möchte. Den Mietvertrag haben wir am 17.09.21 unterschrieben, nachdem er das Haus dreimal mit dem Makler besichtigt hatte.

Er hat mir einen Aufhebungsvertrag (1,5 Mieten) angeboten, was ich aber nicht annehmen möchte, da ich der Bank monatlich den Kredit zurückzahlen muss. Ab dem 01.02.2022 habe ich eventuell neue Mieter, es ist aber noch nichts entschieden. Bis dahin würde ich Wohnungsbesichtigungen machen. Da er aber den Schlüssel haben möchte, obwohl er gar nicht einzieht, müsste er ja jedes Mal zum Haus fahren und uns die Tür für Besichtigungen aufsperren. Wie ist da die rechtliche Grundlage?


- Ist der 23.01.2022 dann Mietende oder der 11.01.2022?
- Kann er den neuen Mietern verweigern eher einzuziehen, auch wenn wir ihm anteilig die Miete zurückzahlen würden?
- Ich hatte ihm angeboten, dass er keine Kaution zahlen muss, wenn er den Schlüssel am selben Tag der Hausübergabe (24.10.2021) wieder zurückgibt. Ist das überhaupt rechtens von mir? Er hatte sich letztendlich dagegen ausgesprochen und möchte den Schlüssel behalten (obwohl er ja nicht einzieht).




Unser Heizungs-/ Sanitärinstallateur hat uns gebeten, dass wir mind 3x die Woche das Wasser überall laufen lassen, da sonst die Leitungen kaputt gehen, wenn diese nicht benutzt werden.

- Kann ich ihn dazu verpflichten, dass er wöchentlich zum Haus fährt und das Wasser laufen lässt?
- Sollte er das mit den Wasserleitungen ignorieren und wir haben dann einen Schaden, kann ich ihn dafür haftbar machen?

Was wäre in diesem Fall die beste Lösung? Was mir am meisten Sorgen bereitet, ist das die Leitungen nachher nicht mehr richtig funktionieren und die neuen Mieter dann Probleme mit dem Wasser hätten. Kann der Mieter dafür belangt werden? Was muss in den Formularen stehen?

Herzlichen Dank im Voraus


Mit freundlichen Grüßen

19. Oktober 2021 | 13:29

Antwort

von


(2517)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,


sofern ein Mietvertrag zustande gekommen ist, ist es irrelevant, ob der Mieter einziehen möchte oder nicht. Er hat die Nutzungsmöglichkeit und daher den Mietzins bis zum Beendigungszeitpunkt einschließlich Nebenkostenvorauszahlungen zu entrichten.


Wann der Beendigungszeitpunkt ist, richtet sich vorrangig nach dem Mietvertrag (und einem möglichen, zeitlich beschränkten Kündigungsausschluss). Gibt es keine Vereinbarung, sind die gesetzlichen Vorschriften heranzuziehen, wonach der Mieter eine Kündigung mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende erklären kann. Damit der angefangene Monat bei der Frist mitzählt, muss die Kündigungserklärung spätestens zum dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingegangen sein.

Ist das Schreiben vom 11.10. auch als Kündigung umzudeuten, zählt der Oktober nicht mit, sodass (vorbehaltlich der mietvertraglichen Prüfung) das Mietende der 31.01.2022 wäre.


Das Angebot zur Vertragsaufhebung zählt aber nicht als Kündigung; möglicherweise lässt sich aber aus dem Mieterschreiben eine Kündigungserklärung umdeuten - dazu müsste das Schreiben gesondert außerhalb der Erstberatung geprüft werden.


Bis zur Vertragsbeendung (d.h. bis zur Übergaben mit allen Schlüsseln) ist der Mieter aus dem Mietvertrag Ihnen gegenüber verpflichtet, auch für von ihm zu vertretene Schäden an der Mietsache.



Allerdings für die Schäden an der Wasserleitung nicht, wobei ich die Aussage des Heizungsbauers aus technischer und rechtliche Sicht nicht teilen kann, denn dann dürfte z.B. kein Mieter in den Urlaub fahren - und Wasser so laufen zu lassen, stellt einen Kostenfaktor dar, ist umweltpolitisch auch nicht zu vertreten.
.
Sie können also den Mieter weder verpflichten, das Wasser laufen zu lassen, noch ihn schadenersatzpflichtig machen, wenn er dieses nicht macht. Dazu können Sie ihn auch nicht wirksam in einem Formular/Mietvertrag verpflichten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Bewertung des Fragestellers 21. Oktober 2021 | 11:31

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:

Nachfragen wurden nicht gestellt, sodass nicht ersichtlich ist, was zum Bewertungsabzug berechtigen sollte. Was soll angesichts der Fragenkomplexe und des Einsatzes nicht ausführlich genug gewesen sein? Warum wurde angeblich nicht geholfen und was war unverständlich?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 21. Oktober 2021
4/5,0

ANTWORT VON

(2517)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet- und Pachtrecht