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Mieten mit Kaufoption


| 09.10.2005 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beabsichtige zusammen mit meiner zukünftigen Frau ein Haus zu kaufen. Da wir lange Zeit in der Welt unterwegs waren und sich meine Frau derzeit im Referendariat befindet sehen unsere Chancen auf einen Kredit derzeit nicht so rosig aus. In 1,5 Jahren dürfte es kein Problem sein. Nun haben wir ein Objekt gefunden, daß uns beiden zusagen würde und wir möchten den Hausbesitzern "Miete mit Kaufoption" vorschlagen.
Da wir mit solchen Dingen keinerlei Erfahrung besitzen, würde uns ein paar grundlegende Details interessieren, worauf ist zu achten, Laufzeit, Verzinsung, Konventionalstrafe usw.

Vielen Dank im Voraus

A. Rauter
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Leider fällt es schwer, Ihnen hierzu irgendwelche Ratschläge zu geben. Grundsätzlich ist (fast) alles Verhandlungssache.

Grundsätzlich handelt es sich um eine Verbindung von Miet- und Kaufvertrag.

Der Mietkauf ist die Vermietung eines Wohngebäudes mit einer Verkaufsofferte an den Mieter, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (in der Regel fünf bis sieben Jahre) angenommen werden kann. Das Verkaufsangebot verpflichtet den Mieter, neben der Miete so genannte Optionsgebühren zu zahlen. Diese werden im Falle eines Kaufs auf den Kaufpreis angerechnet.

Das Ankaufsrecht des Mieters sollte durch eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch vorgemerkt und gesichert werden.

Hierauf sollten Sie also unbedingt achten.

Strafen gibt es in diesem Fall nicht, da für Sie das Kaufrecht bindend durch den Vermieter eingeräumt wird. Wenn Sie die Option nicht wahrnehmen, hat der Vermieter die Miete und die Gebühren vereinnahmt.

Ich hoffe, Ihnen den gewünschten Überblick gegeben zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2005 | 16:25

Sehr geehrter Herr Steininger,

vielen Dank für die prompte Antwort.
Was für ein Zufall. Meine Eltern ziehen gerade nach Korntal. Wenn ich also noch mehr Fragen habe, kann ich ja direkt bei ihnen vorbeikommen.

Eines würde mich vorab noch interessieren:
Habe ich das richtig verstanden? Die Optionsgebühr wird angerechnet, die Miete nicht.
Es handelt sich um ein 2-Familienhaus. Eine Wohnung ist vermietet, eine Wohung ist frei.
Wir würden als für die eine Wohnung Miete zahlen zzgl. die Optionsgebühr. Steuern für das Haus usw. trägt wie gehabt der besitzer. Wie hoch ist in der Regel die Optionsgbühr?

Vielen dank im voraus und einen schönen Sonntag noch

A. Rauter

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2005 | 20:19

Zunächst wünsche ich Ihren Eltern einen reibungslosen Umzug und stehe natütlich in der Nachbarschaft - auch für Sie - gerne zur Verfügung.

Tatsächlich ist es in der Regel so, dass das komplette wirtschaftliche Risiko und Steuern, Versicherungen etc. beim Vermieter bleiben. Dafür ist die Miete nach wie vor geschuldet.

Die Optionsgebühr ist frei verhandelbar - hier eine zahl zu nennen wäre Hellseherei.

Natürlich sollten Sie versuchen, möglichst geringe Miete bei einer höheren Gebühr zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Steininger

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