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Miete nachträglich mindern etc.


16.03.2007 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,

vor ca. 1 Jahr war in der Wohnung über (anderer Eigentümer als unser Vermieter) uns ein Wasserschaden und unser darunter befindl. Schlafzimmer die Wände nass. Da der Schaden oben erst behoben werden musste zog sich das alles wochenlang hin. Mittlerweile bildete sich bei uns Schimmel. Meine Vermieter sowie wir selber haben den Eigentümer seit dem mehrfach aufgefordert den Schaden in unserer Wohnung zu beheben. Das ganze ist jetzt 1 !!! Jahr her. Da ich inzwischen schwanger war und jetzt ein Baby habe konnte ich wg. dem Schimmel das Zimmer seit Monaten nicht benutzen zum Schlafen, auch dies teilten wir dem Eigentümer mit.

Nun ziehen wir deshalb am 31.03. aus, Kündigungsfrist ist bis 31.05.2007.
Und plötzlich kommt das ganze doch ins rollen und ab 01.04 ist eine Fachfirma in unserer Wohnung zur Trockenlegung des Zimmers, Renovierung etc. Laut Firma ist eine Dauer von 2-4 Wochen angegeben.

Das ist die Vorgeschichte.
Nun habe ich 2 Fragen dazu:

1) uns ist es nicht möglich einen Nachmieter zum 1.4. zu stellen (Bewerber hatten wir genug), da diese ja nicht einziehen können wegen der Arbeiten im Schlafzimmer. Aber auch dies ist, genau wie der Schaden, nicht unsere Schuld. Müssen wir denn dann weiter Miete bezahlen?

2) kann Miete auch nachträglich gemindert werden, so dass wir dadurch die Miete nicht zahlen müssten? (wenn ich das auf ca. 10 Monate ausrechne, 10% der Kaltmiete, wären das genau eine ganze Kaltmiete

3) kann ich vom Eigentümer der obigen Wohnung irgendeinen Schadenersatz verlangen?

Vielen Dank
Daniela
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich müssen Sie bis zum Ende der Mietzeit, hier wohl der 31.05.2007, den Mietzins entrichten. Sie können allerdings die Miete wegen der Schimmelbildung in Ihrem Schlafzimmer mindern. Diese Minderung tritt kraft Gesetzes ein. Sie müssen den Mangel allerdings Ihrem Vermieter anzeigen und ihn zur Beseitigung auffordern, wovon ich nach Ihrer Schilderung aber ausgehe. Wie hoch der für die Minderung relevante Prozentsatz ist, muss man im Einzelfall bestimmen, dafür kommt es auch auf die tatsächliche Beeinträchtigung der Wohnung an.

Sie würden aber für die Zeit der Renovierung das ganze Zimmer nicht nutzen können, so dass man hier wahrscheinlich von einem höheren Minderungssatz ausgehen kann. Nur, wenn Sie aufgrund der Baumaßnahmen die ganze Wohnung nicht nutzen könne, könnte eine Minderung um 100% in Betracht kommen.

Ein Schadensersatzanspruch gegen den Eigentümer der oberen Wohnung würde voraussetzen, dass dieser die bei Ihnen entstandenen Schäden verschuldet hat. Dies wäre meines Erachtens erst dann der Fall, wenn der Eigentümer es fahrlässig unterlassen hat, erkennbar schadhafte Rohre oder Leitungen zu erneuern. Sie könnten allerdings einen Schadensersatzanspruch gegen Ihren Vermieter haben, wenn Sie diesem nach Eintritt des Mangels den Mangel angezeigt und ihn zur Beseitigung innerhalb einer bestimmten Frist aufgefordert haben.

Insgesamt ist also Ihr Vermieter Ihr Ansprechpartner. Sie sollten nunmehr zunächst Beweise für die Schimmelbildung sammeln. Dann sollten Sie mit Ihrem Vermieter über Ihre Absicht, die Miete zu mindern, auch für die vergangenen Monate, informieren. Sofern sich keine Einigung erzielen lässt, sollten Sie sich rechtliche Beratung vor Ort suchen, da gerade bei Minderungen, wie schon erwähnt, der konkrete Einzelfall betrachtet werden muss.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen die hier nur mögliche erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maldonado
- Rechtsanwältin -
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