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Miete für Ferienwohnung nicht gezahlt


| 06.09.2005 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ein Mieter unserer Ferienwohnung hat die Summe von 305,- Euro nach mehrmaliger (auch schriftlicher) Mahnung nicht gezahlt.
Er behauptet die Summe überwiesen zu haben, kann mir allerdings keine Belege vorweisen, während auf meinem Konto nachweislich kein Eingang erfolgt ist.
Ich verfüge über einen vom Mieter unterzeichneten Vertrag, er hat mir die Kopie seiner Anmeldung in der Kurverwaltung zugesandt und es gibt Zeugen, die seine Anwesenheit vor Ort bestätigen können.
Lohnt es sich ihn zu verklagen oder werde ich zwar mein Recht, aber kein Geld bekommen? Kann ich Schadenersatz für Telefon- und Portokosten (Einschreiben) geltend machen und wer muss eventuelle Prozess- und Anwaltskosten übernehmen?
Freundliche Grüße und vielen Dank für eine Antwort.
Sehr geehrter Ratsuchender,


fordern Sie den Mietern nochmals per Einschreiben/Rückschein zur Zahlung mit einer Frist von 14 Tagen auf, um ihn damit sicher in Verzug zu setzen. Nur mit dem Rückschein können Sie nachweisen, dass er Ihre Manhnung auch erhalten hat.

Danach hat der Mieter dann alle weiteren Kosten als Verzugsschaden zu zahlen.

So, wie Sie es schildern, werden Sie einen dann ev. notwendigen Prozess (der auch die von Ihnen genannten und nachweisbaren Kosten mit umfassen kann) gewinnen, denn der Mieter muss die Erfüllung (=Zahlungseingang auf dem genannten Konto) beweisen.

Die gesamten Kosten wird dann bei einem obsiegenden Urteil, was zu erwarten sein dürfte, der Unterliegende tragen.



Allerdings kann Ihnen niemand mitteilen, ob sich das Verfahren wirtschaftlich lohnt.

Einen vollstreckbaren Titel werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach erhalten, der auch 30 Jahre Gültigkeit hat. Wenn aber nichts beim Mieter zu holen ist, kann es durchaus sein, dass der Titel wirtschaftlich keinen Wert hat. Dieses Risiko kann Ihnen niemand abnehmen. Hier besteht die Möglichkeit, vorab beim Amtsgericht des Mieters einmal nachzufragen, ob er dort schon gemeldet ist, wenn Sie dafür ein berechtigtes Interesse nachweisen können.

Nach Ablauf der obigen Frist rate ich deshalb dazu, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen, da dann sicherlich eine individuelle Beratung, die dieses Forum nicht bieten kann (siehe Button "Hilfe"), notwendig wird.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2005 | 11:40

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Muss ich die Anwaltskosten "vorstrecken", falls der Beklagte nicht bezahlt oder zahlen kann? Und was geschieht, wenn mein Mahn-Einschreiben nicht angenommen wird, d.h. ich keinen Rückschein bekomme? (Zwei Mahnungen hatte ich bereits als normale Einschreiben zur Übergabe geschickt.)
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2005 | 11:45

Wenn der Gegner nicht zahlt, müssen Sie als Auftraggeber die RA-Kosten tragen.

Wird das Einschreiben/Rückschein nicht angenommen, muss der Mieter sich so behandeln lassen, als wenn er das Schreiben in Empfang genommen hat. Beim Rückschein erhalten Sie das Schreiben mit dem Vermerk "Annahme verweigert" o.ä. zurück. Dieser Vermerk ist dann wichtig und sollte gut aufbewahrt werden.


Noch ein Tipp: Stellen Sie doch eine Strafanzeige wegen Betruges.

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