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Miete einbehalten für Kaution?

26.01.2015 22:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Verrechnung der Mietkaution

Ich wohne seit etwa 2 Jahren in einer gemieteten Wohnung. Die Vermieterin war von Anfang an sehr unzuverlässig, Kontakt zu ihr war praktisch nicht möglich. Ich habe bisher auch noch keine Nebenkostenabrechnung seit Einzug erhalten.
Ich plane eine Kündigung der Wohnung für einen Auszug Ende Juni diesen Jahres. Von mehreren Mietparteien habe ich gehört, dass die Vermieterin anscheinend keine Kaution zurückzahlt.
Ein Mieter der nächsten Monat auszieht bekam vom Mieterschutzbund den Rat, die Miete in den letzten Monaten einzubehalten, um die Kaution zu verrechnen. Die Vermieterin hat die fehlende Miete bereits bei ihm angemahnt.

Empfehlen Sie ein solches Vorgehen, oder ist eine Weiterzahlung der Miete und eine Einforderung/ein Einklagen der Kaution nach Auszug empfehlenswerter?


Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihnen dringend raten, Ihren Anspruch auf Rückerstattung der Kaution, nicht vor Ende des Mietverhältnisses gegen etwaige Zahlungsansprüche des Vermieters aufzurechnen. Ein solcher Anspruch auf Rückerstattung der Kaution besteht erst (bzw. ist erst dann fällig), nachdem der Vermieter die Gelegenheit hatte zu prüfen, ob ihm Forderungen gegen den Vermieter zustehen. Die dem Vermieter zustehende Frist zur Prüfung hängt dabei von den Umständen oder auch ggf. von vertraglichen Vereinbarungen ab und kann durchaus mehrere Monate betragen. Die bekannte Praxis, die Mietkaution abzuwohnen ist daher rechtswidrig (BGH WuM 1972, 335). Sollte der Vermieter in einem solchen Fall die Mietrückstände einklagen, zahlen Sie als unterlegene Partei die Prozesskosten.

Für sie als Mieter ist es am besten, Sie warten bis die kurze Verjährungsfrist des § 548 Abs. 1 BGB (6 Monate) abgelaufen ist bevor Sie Ihre Kaution zurückfordern. Sollte der Vermieter seine Forderungen - aus zum Beispiel ausgebliebenen Schönheitsreparaturen - nach dieser Frist mit Ihrer Kaution verrechnen wollen, können Sie ihm die Einrede der Verjährung entgegen halten. Soweit Sie vorher Ihre Kaution einfordern, würden Sie nur unnötig den Vermieter zur Prüfung seiner Forderungen veranlassen.

Ich hoffe, Ihre Frage soweit verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

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