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(Miet)Bürgschaft für Person die Privatinsolvenz hat

15.11.2011 20:36 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Guten Tag,

in meiner engeren Verwandschaft gibt es eine Person, welche seit ca. 5 Jahren eine Privatinsolvenz hat. Diese Person sucht momentan eine Wohnung und tut sich wegen der Privatinsolvenz sehr schwer einen Mietvertrag zu bekommen.

Meine Frage ist nun:
Wenn ich für die Person eine Bürgerschaft mache, damit diese leichter eine Wohnung findet, kann ich dann zur Zahlung der kompletten Schulden herangezogen werden, sprich es können mir die ganzen Lasten übertragen werden oder muss ich nur "Gerade stehen", wenn es zum Ausfall der Mietzahlung kommen würde?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Zu unterscheiden ist hier eine Bürgschaft, die für den Bürgschaftsfall greift und eine Schuldmitübernahme, die einen eigenen Anspruch des Vermieters Ihnen gegenüber darstellt.

Die Bürgschaft gibt dem Vermieter, vorbehaltlich der Formulierung, einen Anspruch auf Geltendmachung bei Eintritt des Bürgschaftsfalles. Der Bürgschaftsfall tritt ein, wenn der Mieter mit der Mietzahlung in Verzug gerät. Dann kann der Vermieter die Mietzahlung unter den Voraussetzungen der Bürgschaft bei Ihnen als Bürgen einfordern. Werden Sie in Anspruch genommen haben Sie wiederum einen Anspruch gegen den Mieter auf Ersatz der Bürgschafszahlung.

Wichtig ist, dass der Mieter eine Mietbürgschaft stellt um Ihr Bürgschaftsrisiko zu minimieren und dass Sie nicht auf die Einrede der Vorausklage verzichten. In diesem Fall muss der Vermieter seinen Anspruch erst gerichtlich durchsetzen, bevor er Sie als Bürge in Anspruch nimmt.

Schließlich sollte die Bürgschaft auf einen bestimmten Betrag begrenzt werden, damit nicht bei einem substanziellen Schaden Sie ein unüberschaubares finanzielles Risiko zu tragen haben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2011 | 22:27

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich denke ich habe mich ein wenig unglücklich ausgedrückt.
Ich wollte eigentlich auf folgende Frage raus. Wenn ich eine Bürgschaft für den Mietvertrag mache, könnten dann Gläubiger aus der noch laufenden Privatinsolvenz auch an mich herantreten und Forderungen stellen?

Sprich mit einer Bürgerschaft für den Mietvertrag können sofort Gläubiger aus der Privatinsolvenz Geld von mir fordern oder hätte das Eine mit dem Anderen nichts tun?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.11.2011 | 23:35

Nein, eine Inanspruchnahme von Insolvenzgläubigern müssen Sie nicht befrüchten. Alleine der Vermieter ist hier anspruchsberechtigt.

Mit besten Grüßen


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