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Merkwürdiges Urteil, zu früh..rechtens?

13.07.2007 14:57 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Ich hatte einen kleinen Streit (im üblichen Rahmen) mit einer Frau wegen eines Parkplatzes. Dannach hat sie die Polizei gerufen. Ich habe der Polizei gegenüber kaum etwas gesagt. Sie dagegen behauptet, von mir beleidigt und bedroht gworden zu sein und ich hätte absichtlich beim Reden am Fenster ihren aussenspiegel beschädigt und ihr somit noch mehr Angst gemacht!
Irgendwann war die Polizei mit ihrer Arbeit fertig und ging dann weg. Die Frau fuhr dann auch weg. Jetzt ca. 4-5 Wochen später bekomme ich Post (Gelber Umschlag) mit dem Titel Strafbefehl. Das Amtsgericht hat auf Antrag der Staatsanwanlt 40 Tagessätze gegen mich "festgesetzt"! Als Zeuge wird die Frau selbst und die Polizei angegeben! Die Polizei war jedoch nicht dabei und kann daher nichts bezeugen! Ausserdem wurde ich ganz und gar nicht vorher gehört! Normalerweise bekommt man doch vom Gericht eine Chance, seine Stellungnahme abzugeben. Möglicherweise gibts sogar eine Verhandlung, zu der man geladen wird. Hier war gar nichts. Plötzlich flattert mir so ein Schreiben ins Haus. Es steht auch nirgendwo, dass es ein Urteil ist, sonder nur "Strafbefehl"!
Das Gericht bejaht ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung und ist de facto gänzlich allen Behauptungen der Frau gefolgt, ohne dafür ausreichend Informationen eingeholt zu haben oder die Gegenseite (mich) angehört zu haben!
Gebühren betragen "Verfahren bei Strafbefehl" 60,-
Ich habe eine 2 wöchige Widerufsfrist!

Meine Frage:
Hat sich das Gericht hier korrekt verhalten und brauche für den Widerruf einen Anwalt oder kann ich selbst Widerruf einlegen?
Eingrenzung vom Fragesteller
13.07.2007 | 18:26

Sehr geehrter Fragesteller,

das Gericht kann ohne vorherige Anhörung einen Strafbefehl erlassen. Dies bestimmt § 407 Abs. 3 StPO. Das Gericht hat sich korrekt verhalten.

De Regelungen über den Strafbefehl können Sie in §§ 407ff. StPO nachlesen, bei Bedarf übersende ich Ihnen die gesetzlichen Regelungen. Hier ist auch die zweiwöchige Einspruchsfrist bestimmt.Für die Einlegung des Einspruchs benötigen Sie keinen Verteidiger. Sie haben im Rahmen des Einspruchs die Möglichkeit sich zu äußern. In den meisten Fällen findet dann eine Hauptverhanddlung statt.

Ich hoffe, Ihre Frage hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und Wünschen für ein angenehmes Wochenende

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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