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Merkwürdiges Schreiben erhalten, muss ich Widerspruch einlegen ?

| 14.09.2007 22:52 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Sehr geehrte Anwälte,

ich habe soeben ein merkwürdiges Schreiben erhalten.

Inhalt ist folgender.:

"Sie haben sich für eine Rentenversicherung entschieden.
Der Wert ihres Versicherungsvertrages wächst mit fortschreitender Vertragsdauer.
Für ihren oben genannten Vertrag führen wir ein individuelles Überschusskonto, dem wir die Sparanteile ihrer BEiträge und die jährlich erwirtschafteten Überschussnateile gutschreiben und verzinsich ansammeln.
Das erreichte Überschussguthaben erhöhte die vertraglich garantierte Versicherungsleistung.
Ihre Versicherung hat bis zum 1.09.2007 folgendes Stand - lufende Beitragszahlung bis zu diesem Termin vorausgestzt.

- Gesamte Überchussanteilguthaben 33,06 Euro

- Gesamtes Guthaben 33.06


Überschuss Verwendungsart: verzinsiche Ansammlung.

Die Leistung der Überschussntiele wird sich durch zukünfgigte Überschussgutschriften weiter erhöhen, eine laufende Beitragszahlung vorausgesetz.

Bei dem Vertrag handelt es sich um eine Rentenvrsicherung.
Die Rückvergütung ist begrenzt auf die Todesfallleistung, die im Zeitpunkt der Kündigung fällig werden würde.
Kommt die BEgrenzung zum Zuge, so bleibt zusätzlich eine Beitragsfreie Anwartschaft auf eine Altersrente in Höhe von jährlich 669 Euro versichert, es sei denn, die Beitragsfrei Mindestrente wird nicht erreicht.

Evtl. mit ihnen getroffene Zusatzvereinbarungen wurden nicht berücksicht.
Im Falle von Rückfragen wenden sie sich an ihren Vermittler, zusätzlich steht ihnen auch unser Servicecenter zur Verfügung"


Insbesondere der Punkt Rückvergütung ist begrenzt auf die Todesfallleistung verstehe ich nicht, ich habe seinerzeit eine private Rentenversicherung abgeschlosse, in der ich einzahle und die ab einem gewissen Alter mir meine Rente sichern soll.
Was bedeutet dies nun, krieg ich nun nur GEld, wenn ich Tod bin, wenn ja, s bringt mir dies ja nix oder verstehe ich dies falsch ?

Danke

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die von Ihnen zitierte Textpassage spricht dafür, dass Sie keine reine Rentenversicherung abgeschlossen haben, sondern auch der Todesfallschutz eingeschlossen ist. Sonst gäbe es keinen Grund von einer Todefallleistung zu sprechen.

Im Ergebnis bedeutet dies aber selbstverständlich nicht, dass Sie nur im Todesfall Ansprüche auf die rentenleistung hätte- das wäre natürlich unsinnig.

Der bei der Kündigung einer privaten Rentenversicherung zu erstattende Betrag wird auch Rückvergütung genannt. Wenn hier also von Rückvergütung gesprochen wird, soll damit eine Modalität angesprochen werden, die bei einer vorzeitigen Vertragskündigung zum Tragen kommt und solange unerheblich ist, wie der Vertrag plangemäß von Ihnen bedient wird.

Sollten Sie vorzeitig kündigen, wird Ihnen aufgrund der erwähnten Passage von den eingezahlten Beiträgen ein Wert erstattet, der nach oben durch die versicherte Todesfallsumme begrenzt ist.

Überschüssige Beträge würden nicht ausbezahlt sondern der beitragsfreien Anwartschaft zugeführt.

Aufgrund der von Ihnen übermittelten Textpassage lässt sich daher folgendes Fazit ziehen:

Solange Sie den Vertrag bedienen, erhalten Sie nach Ablauf die Rentenleistung. Die "Todesfalleistung-Passage" kommt nur bei der Berechnung des Rückkaufwertes im Falle einer vorzeitigen Kündigung durch Sie zum Tragen.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.11.2008 | 00:58

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