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Meine nachbarin 95 Jahre hat


05.12.2009 01:22 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



vor einigen Tagen einen Vollstreckungsbescheid erhalten, da Sie Blind ist und folglich nicht lesen kann hat sie nie auf Mahnbescheid ect. reagiert nun meine Frage wie soll sie vorgehn?
Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen zu erhalten.

Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich die Frage wie folgt.

Zunächst muss dringend gegen den Vollstreckungsbescheid reagiert werden.

Hierzu muss Ihre Nachbarin Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einlegen (vgl. § 700 ZPO).

Der Einspruch ist innerhalb einer Frist von 2 Wochen ab Zustellung einzulegen.

Da Sie mitteilen, dass Ihrer Nachbarin der Vollstreckungsbescheid vor ein paar Tagen zugegangen sei, dürfte diese Frist noch nicht verstrichen sein.

Sollte die Frist versäumt werden, erhält der Gläubiger (also der Antragsteller des Vollstreckungsbescheids) eine titulierte Forderung, die er vollstrecken kann.

Es wird dann nicht mehr geprüft, ob der in dem Vollstreckungsbescheid geltend gemachte Anspruch auch berechtigt ist!

Der Einspruch kann schriftlich eingelegt werden oder auch zur Niederschrift der Geschäftsstelle.

Eine Begründung für den Einspruch ist nicht erforderlich.

Sie sollten Ihrer Nachbarin, da diese nach Ihrer Schilderung wohl auf fremde Hilfe angewiesen ist, bei der Einlegung des Einspruchs zur Seite stehen.

Die notwendigen Angaben (Adresse zuständiges Gericht, Aktenzeichen usw.) finden Sie auf dem Vollstreckungsbescheid.

Aus Ihren Angaben geht nicht hervor, dass für Ihre Nachbarin bereits ein Betreuer bestellt ist.

Sollte dies tatsächlich (noch) nicht der Fall sein, wäre dringend anzuraten, beim Vormundschaftsgericht die Bestellung eines Betreuers zu beantragen (vgl. § 1896 BGB), da Ihre Nachbarin (zumindest) aufgrund der Blindheit offensichtlich (zumindest teilweise) nicht mehr in der Lage ist, ihre Angelegenheiten zu regeln.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten hilfreichen Überblick verschafft zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Monika Mack
Rechtsanwältin & Diplom-Verwaltungswirtin (FH)










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