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Meine freundin ist 16 und ich 25


| 30.01.2007 22:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



Guten Tag
meine freundin ist 16 und ich bin 26 Jahre wir haben auch sex mit einander mache ich mich damit strafbar.

Können es die eltern verbieten das wir zusammen sin??????

Und was muß ich beachten.

Ich dake Ihnen schonmal im vorraus und verbleibe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

hier zunächst einmal die maßgeblichen Strafvorschriften. Schon mal vorab: Sie machen sich nicht strafbar.


§ 176
Sexueller Mißbrauch von Kindern
(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer ein Kind dazu bestimmt, daß es sexuelle Handlungen an einem Dritten vornimmt oder von einem Dritten an sich vornehmen läßt.

(3) In besonders schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr zu erkennen.

(4) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer

1. sexuelle Handlungen vor einem Kind vornimmt,
2. ein Kind dazu bestimmt, daß es sexuelle Handlungen an sich vornimmt,
3. auf ein Kind durch Schriften (§ 11 Abs. 3) einwirkt, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einem Dritten vornehmen oder von dem Täter oder einem Dritten an sich vornehmen lassen soll, oder
4. auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Abbildungen oder Darstellungen, durch Abspielen von Tonträgern pornographischen Inhalts oder durch entsprechende Reden einwirkt.

(5) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer ein Kind für eine Tat nach den Absätzen 1 bis 4 anbietet oder nachzuweisen verspricht oder wer sich mit einem anderen zu einer solchen Tat verabredet.

(6) Der Versuch ist strafbar; dies gilt nicht für Taten nach Absatz 4 Nr. 3 und 4 und Absatz 5.


§ 182
Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen
(1) Eine Person über achtzehn Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. unter Ausnutzung einer Zwangslage oder gegen Entgelt sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese unter Ausnutzung einer Zwangslage dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Eine Person über einundzwanzig Jahre, die eine Person unter sechzehn Jahren dadurch mißbraucht, daß sie

1. sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen läßt oder
2. diese dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen,

und dabei die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(3) In den Fällen des Absatzes 2 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

(4) In den Fällen der Absätze 1 und 2 kann das Gericht von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn bei Berücksichtigung des Verhaltens der Person, gegen die sich die Tat richtet, das Unrecht der Tat gering ist.


Das niedrigste Schutzalter für sexuelle Handlungen liegt in Deutschland im Falle des sexuellen Missbrauchs von Kindern gemäß § 176 StGB bei 14 Jahren. Sexuelle Handlungen mit Kindern unter 14 Jahren sind in Deutschland prinzipiell verboten. Strafrechtlich verantwortlich ist diesbezüglich jeder mindestens 14 Jahre alte Täter.

Sexuelle Handlungen Erwachsener mit 14- und 15-jährigen Jugendlichen können nach § 182 StGB bestraft werden, wenn die sexuelle Handlung gegen Entgelt stattfindet bzw. eine Zwangslage des Jugendlichen ausgenutzt wird bzw. eine fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung ausgenutzt wird.

Ihre Freundin ist hier aber bereits 16 Jahre, zudem liegen ja auch nicht die weiteren Tatumstände des § 182 StGB vor.

Eine Gesetzänderung ist geplant: Zukünftig macht sich strafbar, wer mit einer Person unter 18 Jahren sexuelle Handlungen gegen Entgelt oder unter Ausnutzung einer Zwangslage ausübt. Bisher liegt dieses Schutzalter - wie gesagt - bei 16 Jahren. Entfallen wird bei § 182 Absatz 1 StGB auch die untere Altersgrenze von 18 Jahren für die Strafbarkeit des Täters.

Da die weiteren Tatumstände - Entgelt/Zwangslage - nicht vorliegen, ist auch dann keine Strafbarkeit gegeben. Die soziale Schutzaltergrenze, nach der Jugendliche eigenverantwortlich über ihr Sexualleben bestimmen können, wird daher bei 14 Jahren anzusetzen sein.

Zivilrechtlich wird es im wesentlichen um das "Hausrecht" der Eltern Ihrer Freundin gehen. Die Eltern Ihrer Freundin könnten verbieten, dass Sie sich mit der Freundin in deren (also Wohnung der Eltern der Freundin) treffen. Insoweit sollten Sie sicherlich das Gespräch mit den Eltern suchen, was auch sicherlich vertrauensbildend sein dürfte und im Interesse aller (von Ihnen,Ihrer Freundin, den Eltern)sein dürfte.

Ich hoffe,Ihnen mit diesem Überblick geholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2007 | 09:51

Guten Tag
wir haben schon versucht ein gespräch zubekommen der vater weigert sich.Er hat sich schon bei jedem freund so angestellt.wir treffen uns nicht bei Ihr sodern bei mir.Kann er das verbieten.

Ich danke Ihnen schonmal im vorraus für ihre schnelle antwort haben mir sehr geholfen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2007 | 11:02

Selbst, wenn das Strafrecht grünes Licht gibt, dürfen die Eltern beim Umgang ihres Kindes mitreden, bestimmen, wo und mit wem es sich trifft, denn die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für ihr Kind zu sorgen, sie haben das elterliche Sorgerecht inne. Die Personensorge beinhaltet auch grundsätzlich das Recht der Eltern, den Umgang des Kindes bis zur Volljährigkeit zu bestimmen. Sie können den Umgang verbieten, wenn sie glauben, dass sie ihr Kind schützen müssen, weil zum Beispiel eine Gefährdung vorliegen sollte, z.B. wenn der Partner Drogen nimmt oder Alkohol trinkt.

Sobald eine konkrete und aktuelle Gefährdung des Kindeswohls gegeben ist, müssen die Eltern handeln. Je älter und reifer ein Jugendlicher ist, um so gewichtiger müssen die Argumente der Eltern sein.

Es kommt daher - wie so oft - auf den Einzelfall und die hier vorliegende Konstellation an. Es sollte daher mit den Eltern nochmals das Gespräch gesucht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr


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