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Meine Partnerin hat mich nach Streit wg. Körperverletzung angezeigt


19.01.2006 00:33 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Hallo,
mitte letzten Jahres kam es während eines Streits zu Handgreiflichkeiten zwischen meiner Lebensgefährtin und mir. Sie schlug mich mehrmals und irgendwann habe ich Ihr dann eine Ohrfeige gegeben, und das Haus verlassen. Sie hat die Polizei gerufen und mich angezeigt, ich hätte Sie mit der Faust geschlagen. Die Staatsanwaltschaft wollte die gegen eine Gebühr von 600 Euro einstellen. Leider kam es zwei Wochen vor der Briefzustellung zu einem erneuten Konflikt, wo es grundsätzlich auch wieder zu Handgreiflichkeiten kam. Die Polizei hat mir eine 10 tägige Auflage gegeben nicht in die Wohnung zu dürfen. Ich habe persönlich bei dem Staatsanwalt vorgesprochen. Als er von der neuen Sache, hat er die Sache ausgesetzt, und eine Gerichtshilfe zur Unterstützung hinzugezogen. Ich habe dort vorgesprochen, und die Sachlage dargestellt. Ich wurde auch von der Polizei zum Verhör aufgefordert, und bin dorthin gegangen. Der Polizist hat mich dann ca 45 Minuten belehrt, jedoch nicht verhört. Er sagte mir zum Ende, dass ich nun grundsätzlich 2 Möglichkeiten habe, mich schriftlich zu äussern oder einen einen Anwalt für mich sprechen zu lassen.
Durch das Gespräch mit dem Polizisten und der Gerichtshilfe ist mir die Lage schon klarer geworden, auch dass es nicht um Faustschlag oder Ohrfeige geht, die tatsache allein ist verwerflich (eine Meinung die ich auch absolut Teile, doch nutzt mir diese Reue momentan wohl nicht wirklich). Ich sehe auch ein, dass wir uns trennen sollten, wogegen bislang immer unser gemeinsames Kind stand.
Meine Frau zu einem Rückzug der Anzeige zu bewegen, ist eher unwahrscheinlich, insbesondere die Trennung angesprochen ist.

Ist es nun sinnvoll einen Anwalt hinzuzuziehen, da dies die finazielle Belastung noch weiter erhöhen wird, und ich in den Gesprächen die Ohrfeige ja zugegeben habe, und daher wohl auf jeden Fall meine Strafe erhalten werde.

Bin ich wirklich so naiv? Wird nur meiner Partnerin glauben geschenkt und mir überhaupt nicht? Im polizeilichen Bericht ist wohl vermerkt, dass man keinerlei sichtbarer Spuren erkennen konnte. Ich hatte schon einen Schmiss auf der Wange, was Sie wohl als Notwehr verargumentiert hat, wie ich vermute da Sie so etwas erwähnte.

im voraus ein Dankeschön
19.01.2006 | 04:56

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.

Ersichtlich wurden bei Ihnen Maßnahmen nach dem GewaltschutzG bzw. den damit korrespondierenden öffentlich rechtlichen Vorschriften angeordnet. Dabei gelten zum Teil gesetzliche Erleichterungen für die Ausweisung bspw. aus der Wohnung. Eine abschließende Bedeutung hat dies für das nun anstehende Strafverfahren nicht.

Im Strafverfahren werden Sie nunmehr zu dem gesamten Sachverhalt befragt werden und können dabei natürlich auch entlastende Dinge vortragen. Nach Ihrer Schilderung sehe ich insoweit wenig Möglichkeiten, dies kann aber erst abschließend dann beantwortet werden, wenn Akteneinsicht genommen wurde. Ich würde Ihnen für eine angemessene und schuldangemessene Verfahrensabwicklung durchaus empfehlen, einen Anwalt Ihres Vertrauens einzuschalten. Dieser kann dann auch Ihre Rechte wahren und Ihnen die erforderliche Hilfe zukommen lassen und nur er kann auch Akteneinsicht für Sie beantragen.


Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2006 | 14:41

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen dank für Ihre Antwort. Wenn es tatsächlich zu einem Verfahren kommen wird, werde ich auf jeden Fall einen Anwalt hinzuziehen. Meine Unsicherheit resultiert aus folgendem Gedankenbild.
Wenn ich nun direkt einen anwalt einschalte, denke ich dass es auf jeden Fall ein Verfahren geben wird. Wenn ich mich nun erstmal persönlich schriftlich äussere, hoffe ich, dass es nicht zu einem Verfahren kommt, und mit einer Geldauflage die Sache zur einstellung kommt. Dann darf und wird auch nichts mehr vorkommen. Doch sehe ich bei der schriftlichen Äusserung natürlich den Handlungsspielraum des Awalts eingeschränkt, falls es doch zu Verhandlung kommt.

Was würden Sie mir raten?

Vielen dank nochmals für Ihre Bemühungen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2006 | 20:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kann Ihre Sorgen nachvollziehen, allerdings darf Ihnen durch die Hinzuziehung eines Anwalts kein Nachteil entstehen. Letztlich ist es Tatfrage, wie die StA reagiert, wenn Sie selbst den Kontakt suchen. Erfahrungsgemäß haben Anwälte insoweit natürlich mehr Möglichkeiten. Nach Ihrer Schilderung habe ich aber Zweifel, dass es noch zu einer Verfahrenseinstellung (auch unter Auflagen) nach der „Zweittat“ kommen wird. Im übrigen muss ich Sie warnen, dass nämlich ein uneinsichtig erscheinendes Verhalten bei Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft faktisch (nach dem Motto: es war alles ganz anders) eher schadet. Zudem Sie richtig erkennen, dass Einlassungen vorab (ohne anwaltlichen Rat) meist schaden!

Rufen Sie den Sachbearbeiter zur Not (bedingt empfehlenswert, s.o.) an, ohne irgend etwas zuzugeben oder auszuschließen und entscheiden danach, ob Sie lieber einen Anwalt hinzuziehen wollen.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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