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Meine Kollegen duzen mich, dies möchte ich zukünftig verhindern, wie muss ich dort vorgehen?

26.10.2008 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei uns im Betrieb wird gemobbt. Ich habe nun schon mehrfach dass Gespräch mit den Kollegen gesucht, leider erfolglos. Eine Kollegin die mit mir angefangen hat, hat bereits gekündigt wegen dieser massiven verbalen Angriffe.

Ich habe mich nun entschlossen, mich zukünftig nicht mehr per "du" anreden zu lassen. Dies habe ich auch schriftlich mitgeteilt, wiederum erfolglos. Mir ist durchaus bewusst, das diese Entscheidung die Situation nicht besser macht.

Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich, das durchzusetzen ?

Vielen Dank für Ihre Mühe

xxxx

26.10.2008 | 16:38

Antwort

von


(1219)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da aus Ihrer Anfrage nicht hervorgeht, was in Ihrem Betrieb geschieht, abgesehen vom Duzen, kurz eine Zusammenfassung, was man in arbeitsrechtlicher Hinsicht unter Mobbing versteht.

Mobbing heißt, daß einzelne Mitarbeiter aus der Betriebsgemeinschaft ausgegrenzt, geringschätzig behandelt, von der Kommunikation ausgeschlossen, beleidigt und diskriminiert werden.

Liegt Mobbing vor, können Ansprüche sowohl gegen die Arbeitskollegen als auch gegen den Arbeitgeber bestehen.

Vom Mobbing ist das sog. Bossing zu unterscheiden. Von Bossing spricht man, wenn der Vorgesetzte die ihm unterstellten Mitarbeiter schikaniert.


2.

Gegen Kollegen kann ein Anspruch auf Unterlassung, Schadenersatz und Schmerzensgeld gem. § 823 BGB in Betracht kommen. Die Vorschrift des § 823 BGB hat folgenden Wortlaut:

"(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
(2) Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein."

Werden Sie z. B. von einem Kollegen mit "Du" angeredet, können Sie den betreffenden auffordern (schriftlich), das künftig zu unterlassen. Bleibt Ihre Aufforderung ohne Erfolg, haben Sie die Möglichkeit zu klagen. Ob das letztlich sinnvoll ist, bleibt allerdings eine andere Frage.

Besser erscheint es, Ihren Vorgesetzten zu informieren, damit dieser gegen den Kollegen einschreitet. Dem Arbeitgeber obliegt nämlich aufgrund des Arbeitsverhältnisses die Nebenpflicht, den Arbeitnehmer vor Diskriminierungen zu schützen. D. h. der Arbeitgeber muß ggf. organisatorische Maßnahmen treffen, um Eingriffe in das Persöhnlichkeitsrecht des Arbeitnehmers zu unterbinden.

Empfehlung: Wenden Sie sich an den Arbeitgeber, damit dieser einschreitet.


3.

Die beste Verfahrensweise gegen Mobbing "vorzugehen" ist allerdings, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen. Ständiges Mobbing kann den Betroffen krank machen und dessen Lebensqualität drastisch einschränken. Der Versuch, sein Recht durchzusetzen, kostet Kraft und führt oftmals nicht zum gewünschten Erfolg.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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