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Meine Katze gerissen auf meinem Grundstück vom Jagdhund

09.08.2018 19:01 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Guten Tag,
heute ca 17 Uhr hat der Jagdhund unseres Ortsansässigen Jägers meine Katze auf meinem Grundstück unter meinem Auto raus gezogen. Der Bereich ist nicht eingezäunt, ist aber mein Grundstück! Er hat Sie in die Wirbelsäule gebissen und geschüttelt. Es hat leider viel zu lange gedauert, bis ich ihn dazu bringen konnte, ihn los zu lassen und er schleppte sich unter ein Auto. Wir fuhren direkt mit ihm zum Tierarzt. Das Tier musste danach eingeschläfert werden, da die Wirbelsäule gebrochen war und Merlin sich sehr gequält hat.
.
Der Hund ist dem Jäger zum wiederholten male entlaufen, der war nicht mal in der Nähe...

Kommentar vom Jäger, nur ne Katze und soll ich sie erschießen... alles kein Problem, wäre ja versichert...

Ich kann das so nicht stehen lassen, mir bringt es nichts, dass er die Tierarztkosten ersetzt und ich Angst haben muss um meine anderen Tiere! Und unser Kater hatte das nicht verdient, was kann ich tun und welche Chancen habe ich, dass der Jäger evtl. eine hohe Strafe bekommt, die er dann gerne auch an unseren Katzenschutzverein zahlen kann... da war das Tier her....
Ich bin selbst im Tierschutz und hänge furchtbar an meinen Tieren und der Verlust tut mir so weh...

Vielen Dank für eine Antwort!

Sehr geehrte Fragenstellerin,

mein Bedauern.

Zum Fall: "Der Hund ist dem Jäger zum wiederholten male entlaufen, der war nicht mal in der Nähe...".

Wenigstens hat der Jäger natürlich seinen Hund richtig zu führen. Insofern könnte es sich anbieten das Ordnungsamt einzuschalten und um eine Maulkorbpflicht für den Hunden zu bitten. UU können auch Zweifel an der Zuverlässigkeit des Jägers zum einen wegen seines wiederholten Fehlverhaltens wie auch seines flappsigen Kommentars ableiten lassen. Dies kann als ultima ratio zum Entzug der Jagderlaubnis führen oder zumindest zu einem Ruhen derselbigen.

Zivilrechtlich sind auch nach § 1004 BGB auch vorbeugende Unterlassungansprüche denkbar.

Mit freundlichen Grüßen
D. Saeger
- RA -

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