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Meine Frau verbietet mir, mit unserem Sohn meine Eltern zu besuchen


25.12.2012 01:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Meine Frau hat sich im Laufe der Jahre mit meinen Eltern überworfen und verbietet mir seit der Geburt unseres Sohnes, meine Eltern mit ihm zu besuchen, also seit ca. 2-3 Jahren. Auch in unserem Haus will meine Frau meine Eltern nicht sehen, und sie waren auch schon ca. 1 Jahr nicht mehr hier, obwohl wir ganz nah wohnen. Meine Eltern haben öfters unpassende Bemerkungen gemacht, und es gab auch mal einen offenen Streit, aber nichts, was ein solches Verbot rechtfertigen würde. Es geht hier nur um verletzte Gefühle und verletzte Eitelkeiten. Meine Eltern sehen ihr Enkelkind also fast nie. Das macht ihnen und mir schwer zu schaffen, während meine Frau mit diesem Zustand gut leben kann und zufrieden ist, solange das Thema nicht zur Sprache gebracht wird. Wenn ich es dann nach einigen Monaten doch wieder anspreche, dreht sie durch und listet mir die ganzen Unverschämtheiten auf, wegen derer sie auf meine Eltern sauer ist.

Abgesehen davon sind wir eine normale Familie, wir leben also zu dritt unter einem Dach.

Fragen:
a) kann meine Frau mir verbieten, mit unserem Sohn meine Eltern zu besuchen?
b) falls nein, wie oft im Monat darf ich mit meinem Sohn meine Eltern besuchen?
c) kann ich dies in einer Feststellungsklage feststellen lassen?
d) was kann ich sonst tun?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihre Eltern haben ein eigenes Umgangsrecht. So hat das Oberlandesgericht Celle entschieden: "Verweigern die Eltern – oder ein Elternteil – den Großeltern den Kontakt zum Enkelkind, haben die Großeltern die Möglichkeit, um den Umgang zu kämpfen. Ihnen steht nach neuerem Recht ein gesetzliches Umgangsrecht zur Seite – wenn der Umgang dem Wohl des Kindes dient. Familienstreitigkeiten sind kein Gegenargument.".

Es muss genau argumentiert werden, warum der Umgang dem Kindeswohl dient, z.B. bisherige regelmäßige Kontakte, eigener Wunsch der Kinder (ist von deren Alter abhängig). Ähnlich auch das Amtsgericht Langen.

Der Antrag kann nur gerichtlich durchgesetzt werden, wenn hier keine Einigung vorher möglich ist (was ich so verstanden habe). Zudem müssen die Großeltern den Antrag stellen. Sie können jedoch dazu beitragen, indem Sie die Umstände im Prozess schildern würde.

Wir haben schon öfters derartige Anträge erfolgreich durchfochten und helfen gerne im Rahmen eines gesonderten Auftrages weiter. Ich habe Ihnen eine Email geschrieben und verbleibe mit freundlichen Grüßen und frohes Fest

Nachfrage vom Fragesteller 25.12.2012 | 13:19

Es geht mir eigentlich nicht um die Rechte meiner Großeltern, sondern um meine Rechte als Vater. Können Sie bitte noch direkt meine Frage Teil a) beantworten. Anders formuliert: habe ich das Recht, mit meinem Kind auch mal gegen den Willen meiner Frau nach XYZ zu fahren oder nicht? XYZ sind in diesem Fall die Großeltern, aber es kann ja auch der Zoo oder sonstwas sein. Darf ich mit Sohn irgendwo hinfahren, auch wenn meine Frau es nicht will?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.12.2012 | 15:13

Sehr geehrter Fragender,

Ihre Frau kann wichtige Fragen verbieten. Das ist aber nicht nur eine Frage des Sorgerechts, sondern z.B. bei Ihnen zu Hause des Hausrechts. Sie kann ärztliche Untersuchungen untersagen, Zoobesuche etc. Wenn Ihnen das dann nicht passt, müssen Sie - z.B. bei ernsthaften Fragen - das Gericht bemühen und hier eine Entscheidung hervorrufen (bestimmte Untersuchungen beim Arzt etc.). Hinsichtlich des Umgangsrechts können das aber die Großeltern selber. Bei unwichtigen Dingen wird man aber kaum das Gericht in Anspruch nehmen, daher gibt es hierzu auch keine Rechtsprechung. Die Urteile, die existieren sind eher im Bereich Operation, Naturheilkunde ja/nein etc. zu finden. Wegen anderer Dinge (Zoobesuch o.ä. hat noch keiner geklagt), wäre aber eben möglich.
Wegen des Umgangsrechts, wie gesagt, wäre der richtige Anspruchsteller die Großeltern selber.

Ansonsten sollten Sie sich an das Jugendamt wenden oder an eine Mediatorin, um das Thema dort ohne Gericht zu verhandeln.


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