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Mein Vater möchte mich vorzeitig ins Grundbuch eintragen lassen

05.04.2014 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Mein Vater hat mir angeboten, ein Haus für 87.500 EUR zu kaufen und mich vorzeitig ins Grundbuch einzutragen. Mit dem Geld könnte er die Hypotheken auf die anderen Häuser ablösen und die wären dann für das Erbe meiner Brüder schuldenfrei. Die 87.500 EUR müßte ich finanzieren. Macht das überhaupt Sinn, wenn ich in dieser Summe sowieso einmal erben werde? Was ist mit meiner Restschuld bei Erbantritt? Wird das dann "gegeneinander" gerechnet und bleibe ich auf den Schulden sitzen? Das Haus ist zudem noch vermietet. Zur Zeit wohne ich in einem anderen Haus meines Vaters und zahle mtl. 450 EUR Kaltmiete - auch nicht zukunftsorientiert...

Einsatz editiert am 05.04.2014 19:44:35
05.04.2014 | 21:01

Antwort

von


(2687)
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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie das Grundstück zum Verkehrswert kaufen, entfällt dieses am Ende im Erbfall. Allerdings würden sodann die die restlichen Grundstücke , die mit Hilfe der bezahlten Summe schuldenfrei geworden sind, höher ins Gewicht fallen, wobei Sie sich diese allerdings ebenfalls mit Ihren Brüdern entsprechend teilen müssen.
Ein Abzug oder eine Verrechnung ihres aufgenommenen Kredites erfolgt nicht.

Der Kauf über eine Finanzierung würde ich daher nur dann empfehlen, wenn die Finanzierungskosten und die neuen Grundstücksbelastungen nicht über den der ersparten Miete liegen und das
Grundstück nicht über dem Marktwert an Sie veräußert werden soll.

Die Wohnung könnten Sie im Wege der Eigenbedarfskündigung auch selbst nutzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Wenn darüber hinaus noch weitere Fragen bestehen sollten, können Sie mich auch jederzeit direkt per Email kostenlos weiter anschreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 05.04.2014 | 21:19

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer, vielen Dank für Ihre Antwort.

Wenn mein Vater dann aber eines Tages nicht mehr lebt, an wen zahle ich den Kredit dann zurück? An die Erbengemeinschaft meiner beiden Brüder und mich selbst? Macht da der Kauf auf Leibrentenbasis nicht Sinn?

Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.04.2014 | 22:21

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hatte dies jetzt so verstanden, als Sie den Kredit von einer dritten Person, also beispielsweise Ihrer Bank bekommen, sodass die Raten für die Finanzierung auch nach dem Ableben weiterhin an diese zu zahlen ist. Das Erbe wird davon nicht berührt, da Sie ja auch bereits als Grundstückeigentümer eingetragen werden und lediglich noch den Gegenwert zum Grundstück abzahlen.

Falls nicht, müssten Sie die Raten an die Erbengemeinschaft, folglich auch an Sie selbst leisten.

Die Vereinbarung einer Leibrentenzahlung ist allerdings für einen etwaigen Pflichtteilsergänzungsanspruch nicht geeignet, Ihnen vorab Vorteile beim Erbe zu verschaffen, da bei einem frühen Ableben und die Differenz der Zahlung der Leibrente und des Marktwertes ebenfalls als Schenkung angesehen wird und auf das Erbe anzurechnen ist (OLG Schleswig vom 25.11.2008 (3 U 11/08 = BeckRS 2008, 25346 ).

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne auch weitere kostenfreie Nachfragen beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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