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Mein Bild wurde in einem Buch verwendet ohne meinen Namen zu drucken.

| 24.09.2011 23:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss ein kleinwenig ausholen.
Vor einigen Monaten wurde ich von einem unserer Karatemeister gefragt ob ich mit meiner Kamera ein Bild von Ihm und unserem Großmeister machen würde um dieses dann in einem Buch erscheinem zu lassen. (Namen möchte ich so öffentlich nicht nennen).
Er versicherte mir das ich namentlich im Buch erwähnt werde, er forderte meinen Namen, Anschrift und Handynummer, was ich ihm auch gab.
Nun ist das Buch erschienen,mein Freund kaufte es voller Stolz und nun bin ich schwer Enttäuscht, ein Bild von mir ist drin, aber mein Name fehlt.
Ich verlangte kein Geld dafür das ich die Bilder machte, sie stundenlang bearbeitet hatte und sie ihm per E-mail zukommen lies.
Es steht lediglich hinten im Buch das die Bilder von "Privatarchiven" einiger genannten Leute seien.
Aber mein Name war nicht zu lesen stattdessen der Name des Mannes mit dem ich eine Vereinbarung hatte.
Ich habe noch die Orginaldatei sowie die E-Mails die hin und her gingen falls das wichtig ist (ich habe sicher auch das Bild als datei in der man nachvollziehen kann was alles bearbeitet wurde).

Nun meine Fragen:

Kann ich überhaupt etwas tun? Wenn ja was kann ich tun, das Buch ist ja schon auf dem Markt?

Ich habe ihm zudem noch einige Bilder gesendet die nicht im Buch erschienen sind.
Und eins davon wäre mir wichtig das es nicht ungefragt irgendwo womöglich z.B. im Internet auftaucht.
Kann ich ihm verbieten meine Bilder jemals wieder zu verwenden und er sie zu löschen hat samt der E-Mails?

Soll ich nun einen Anwalt aufsuchen?
"Rentiert" sich der ärger oder soll ich es einfach so unter den Tisch fallen lassen.


Eins ist sicher das passiert mir nicht mehr...

Ob das Thema Medienrecht oder Urheberrecht betrifft bin ich mir unsicher.
Daher wählte ich Generelle Themen.

Ich komme aus dem Landkreis Rosenheim in Bayern.

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr Dankbar.
Mit freundlichem Gruß
Constanze R.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Geschützt ist jedes Lichtbild, soweit es eine gewisse Schöpfungshöhe aufweiset §§ 2 Nr.5, 72 UrhG. Ein großes Maß an Kunst ist nicht erforderlich, so dass auch das von Ihnen gemachte Foto urheberrechtlich geschützt ist.

Aus § 13 UrhG folgt das Recht zu bestimmen, dass das Werk mit dem Namen des Urhebers versehen wird. Fehlt ein Urheberrechtsvermerk, führt dies zu einem erhöhten Schadensersatzanspruch.

Sie haben definitv das Recht, die Verwendung der unveröffentlichten Bilder zu untersagen. Sie können Herausgabe der Datei oder auch vollständige Löschung verlangen. Ohne Ihre vorherige Zustimmung wäre eine Veröffentlichung, egal wie, unzulässig und rechtswidrig.

Auch bei dem Bild im Buch könnten Sie zumindest verlangen, dass Ihr Name genannt wird. Einen Anspruch auf Rückruf der Bücher auf dem Markt sehe ich nicht, allenfalls einen Schadensersatzanspruch. Sie könnten aber eine Nennung Ihres Namens verlangen, wenn es um künftige Auflagen geht. Da Sie aber generell Ihre Zustimmung gegeben haben, stellt sich beim Herausgeber die Frage ob er fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat, soweit es um Schadensersatz geht. Ich habe Zweifel, ob es sich lohnt diesen Anspruch zu verfolgen. Eine Aufforderung oder Abmahnung an den Herausgeber ist natürlich möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2011 | 01:09

Sehr geehrter Herr Wöhler,

ich danke Ihnen für Ihre rasche Antwort.
Ich werde dem Herren der die Bilder von mir hat schriftlich untersagen sie für jedmöglichen Gebrauch zu benutzen und verlange die sofortige Löschung meiner Bilder. Das hat mir schonmal sehr für meine innere Ruhe geholfen, Danke.
Dem Verlag werde ich zudem einen Brief zusenden in dem ich auf den Missstand hinweiße und ich in künftigen Auflagen genannt werden möchte.
Einen Schadensersatzanspruch?
Wie hat das auszusehen oder in welcher Höhe kann dieser verlangt werden. Sollte ich wenn ich dies wollte doch einen Anwalt hinzuziehen? Oder kann ich das einfach in dem Brief "dazu schreiben" muss ich dann etwas beachten?

Mit freundlichem Gruß
Constanze R.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2011 | 01:18

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne komme ich auf die Nachfrage zueück.

Der Schadensersatz errechnet sich am besten nach der sog. Lizenzanalogie. Der Schaden ist der Betrag, den der Verlag an den Fotografen zahlen müsste, wenn man einen Lizenzvertrag geschlossen hätte. Hier müsste man prüfen, was üblicherweise für die Verwendung eines Fotos gezahlt würde. Diesen Anspruch sollten Sie konkret benennen und auch einen Betrag einfordern, der sicher nicht allzu hoch sein dürfte. Falls der Verlag sich weigert, sollten Sie bei Bedarf einen Anwalt einschalten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.09.2011 | 01:20

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

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Wie freundlich war der Anwalt?

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"Vielen herzlichen Dank!
Sie haben mir in enorm kurzer Zeit sehr weitergeholfen.
Und ich kann heute zumindest beruhigter einschlafen.
"
Stellungnahme vom Anwalt:
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