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Mein Arbeitszeugnis

| 21.07.2020 23:10 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Es geht um die summarische Bewertung eines Arbeitszeugnisses

Sehr geehrte Damen und Herren, es wäre sehr freundlich, wenn Sie mein Zeugnis bewerten könnten.
Vielen Dank vorab.

... Frau XY verfügt über ein hervorragendes und auch in Randbereichen sehr tiefgehendes Fachwissen welches sie in unser Unternehmen stehts und in höchst gewinnbringende Weise einbrachte. Zum Nutzen unseres Unternehmens erweiterte und aktualisierte sie immer mit sehr guten Erfolg ihre umfassenden Fachkenntnisse durch regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen.

Aufgrund ihrer sehr guten Auffassungsgabe war sie jederzeit in der Lage, auch schwierige Situatuonen sofort zutreffend zu erfassen und schnell sehr gute Lösungen zu finden. Frau XY zeigte jederzeit hohe Eigeninitiative und identifizierte sich immer voll mit ihren Aufgaben und unserem Unternehmen, wobei sie auch durch ihre sehr große Einsatzfreude überzeugte. Auch in Situationen mit größtem Arbeitsaufkommen erwies sie sich immer als in höchstem Maße belastbar.

Alle Aufggaben führte sie jederzeit vollkommen selbstständig, äußerst sorgfältig und planvoll durchdacht aus. Sie agierte immer ruhig, überleg, zielorientiert und in höchstem Maße präzise. Dabei überzeugte sie stets in besonderer Weise sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht. Frau XY war in ganz besonders hohem Maße zuverlässig.

Für alle auftretenden Probleme fand sie ausnahmslos ausgezeichnete Lösungen. Die Leistungen von Frau Jacobs haben jederzeit und in jeder Hinsicht unsere vollste Anerkennung gefunden. Sie wurde wegen ihres stets freundlichen und ausgeglichenen Wesens allseits sehr geschätzt.
Sie war immer hilfsbereit, zuvorkommend und stellte, falls erforderlich, auch persönliche Interessen zurück.
Ihr Verhalten zu Vorgesetzen, Kolleginnen und Kollegen sowie Geschäftspartnern war ausnahmslos vorbildlich und loyal.

Frau XY verlässt unser Unternehmen mit dem 30.06.2020.
Wir bedauern dies sehr, weil wir mit ihr eine sehr gute Mitarbeitern verlieren. Wir bedanken uns für die stets sehr guten Leistungen und wünschen ihr für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Gerne zu Ihrer Frage:

Ich kann es kurz machen und Ihnen zu Ihrem Arbeitszeugnis gratulieren.

Die Standardformulierungen indizieren insgesamt die Noten "gut" bis "sehr gut", wenngleich ich die formellen Voraussetzungen mangels Original nicht abschließend bewerten kann.

Jedenfalls dürfen Rechtschreibfehler nicht vorliegen! (Siehe dazu 2. Absatz; 2. Zeile
"stehts und in höchst gewinnbringender

Im Kopf fehlen die Angaben zu Ihrer Person sowie der Firma Ihres Arbeitgebers.

Es fehlen Ihre wesentlichen Tätigkeiten.

Ergebnis: Ein gutes bis sehr gutes Arbeitszeugnis bezüglich Ihrer Leistungen.
Eine mangelhafte Form Ihres Arbeitgebers.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2020 | 11:40

Vielen Dank für Ihre Wertung.

In einem Vergleich mit richterlichem Beschluss wurde diese Note so vereinbart und wohlwollend formuliert, jedoch traue ich der Firma nicht mehr.

Ich hatte den AG nun angeschrieben, dass ich gerne hätte, dass "aus betriebsbedingten Gründen" im letzten Absatz aufgenommen wird, da es meiner Meinung ein schlechtes Licht auf mich wirft, wenn keine Begründung drin steht.
Seine Antwort war, dass er keinen Anlass sieht, das Zeugnis zu ändern. Habe ich irgendeine rechtliche Handhabe oder Argumentation die mir hilft das durchzusetzen?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2020 | 14:46

Gerne zu auch zu Ihrer Nachfrage:

Auf eine bestimmte Ausgestaltung der Schlussformel (Höflichkeitsformen) hat eine Arbeitnehmerin im Anschluss an die Entscheidung des LAG Baden-Württemberg vom 3. 2. 2011 – 21 Sa 74/11 (BeckRS 2011, 70793) zwar keinen Anspruch. Zum Beispiel: "das Bedauern über die Beendigung...)

Dennoch ist es befremdlich und wird zu Nachfragen eines künftigen Arbeitgebers führen, wenn keine Begründung für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses geliefert wird. Erst recht - so sollten Sie argumentieren - wenn ansonsten der Kontext der Leistungen Ihnen "gut" bis "sehr gut" attestiert.
Ein Arbeitgeber also schlussfolgern könnte, dass das Zeugnis vor Gericht erstritten wurde.

Ein Arbeitszeugnis hat nicht nur wohlwollend, sondern auch richtig und vollständig zu sein. Deshalb gehört die Begründung für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (hier also: "aus betriebsbedingten Gründen") dazu.

Weiterhin viel Erfolg wünscht,
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.07.2020 | 09:46

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