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Mein Arbeitgeber weigert sich den Satz im Zeugnis mit aufzuführen

| 18.09.2008 08:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Mir wurde zum Monatsende vom Arbeitgeber eine schriftliche ordentliche Kündigung vorgelegt. Mir würde zusätzlich mündlich noch mitgeteilt, das ich aus betriebsbedingten Gründen gekündigt werden muss.

Nun zu meiner Frage:
Im Zeugnis müste doch wenn ich aus betriebsbedingeten Gründen gekündigt werde das doch auch drin stehen.

Mein Arbeitgeber weigert sich den Satz im Zeugnis mit aufzuführen. Er müste keinen Grund angeben.

Stimmt das bei einer ordentlichen Kündigung.
Kann ich das Einklagen ?

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Gruundsätzlich ist der Grund der Kündigung nicht aufzuführen, da es nichts zur Gesamtbeurteilung beiträgt. Unter dem Gesichtspunkt der Wahrheitspflicht ist es unerheblich, ob die Kündigung vom Arbeitgeber oder – vom Arbeitnehmer ausgesprochen wurde. Das Arbeitszeugnis muss den Tatsachen entsprechen und vollständig sein.

Das Arbeitsgericht Rheine (Akz: 2 Ca 556/98) hat aber zum Beispiel entschieden, dass der Grund, der zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt hat,regelmäßig auf Verlangen des Arbeitnehmers in das Zeugnis aufzunehmen ist.

Hierauf sollten Sie den Arbeitgeber hinweisen.

Sollten Sie zweifel an der Wirksamkeit der Kündigung haben, müssen Sie diese spätestens 3 Wochen nach Zugang der Kündigung gerichtlich geltend machen. Insbesondere wenn Sie unter das Kündigungsschutzgesetz fallen, kann die Kündigung unwirksam sein.


Ich hoffe, Ihnene eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2008 | 11:13

Meinen Arbeitgeber habe ich bereits darauf hingewiesen das ich den Grund der Beendigung gerne im Zeugnis stehen hätte, er weigert sich aber und beruft sich darauf keinen Grund angeben zu müssen.

Kann ich das einklagen ? wie kann ich weiter vorgehen.
Habe bedenken das er mir ein "schlechtes" Zeugnis aushändigt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2008 | 13:21

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten den Arbeitgeber auf oben genannte Rechtssprechnung hinweisen.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen ein wohlwollendes und wahres Zeugnis auszustellen, welches gewisse Anforderungen erfüllen muss. Sie sollten das Zeugnis nach Erhalt anwaltlich prüfen lassen, sofern Sie die Befürchtung haben, dass der AG Ihnen ein schlechtes Zeugnis austellt. Hierbei ist zu beachten, dass der AG insbesondere auch durch das weglassen bestimmter Punkte, dem Zeugnis eine schlechte Tendenz geben kann.

Notfalls können Sie ein solches wohlwollendes und wahres Zeugnis einklagen. Hier können Sie auch einklagen, dass der Beendigungsgrund angegeben wird. Zu beachten ist hier, dass es gerade in den unteren Instanzen unterschiedliche Rechtssprechnung geben kann, sofern ein gewisser Ermessenspielraum -wie hier - gegeben ist.

Ich empfehle Ihnen, nach Erhalt des Zeugnisses dieses prüfen zu lassen und nach der konkreten Prüfung die entsprechenden außergerichtlichen und in der Folge gerichtlichen Schritte einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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