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Mein Arbeitgeber verweigert Entgeltfortzahlung

30.05.2011 09:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo, ich arbeite seit dem 16.08.2010 bei meinem jetzigen Arbeitgeber.Die ersten paar Wochen habe ich mich wohlgefühlt nur dann fing das ganze Drama an. Weil ich mich mit dem Betriebsrat sehr gut Verstanden habe wurde ich nur noch gemobbt.
Am 16.02.2011 wurde ich dann bis zum 31.03.2011 aufgrund Rückenprobleme krankgeschrieben. Entgeltfortzahlung erfolgte Problemlos.
Ab dem 01.04.2011 bis zum 12.05.2011 wurde ich erneut krankgeschrieben aber auf Phsyche.
Meine Krankenkasse hat eine Bescheinigung meinem Arbeitgeber vorgelegt, dass meine bestehende Arbeitsunfähigkeit nicht im Zusammenhang mit der Arbeitsunfähigkeit vom 16.02.2011 bis 31.03.2011 steht. Bis heute habe ich keine weitere Zahlung von meinem Arbeitgeber erhalten. Grund: Äusserungen von mir, dass ich keine Lust hätte zu arbeiten usw. welche er mir nachweisen könne.
Ich wurde ja auch gemobbt und habe meinen Unmut auch geäußert.
Meine Krankenkasse hat dort angerufen, doch mein AG verweigert die Zahlung ab dem 01.04.2011 bis 12.05.2011. Da ich alleine wohne und auf mein Geld angewiesen bin hat die Krankenkasse entschlossen 75% des Gehaltes zu übernehmen und beim Arbeitgeber wieder einzuholen.
Ich habe nun zum 15.06.2011 meine Kündigung ausgesprochen. Eine Bescheinigung das ich die Arbeit nicht mehr ausführen kann habe ich bekommen fürs Arbeitsamt.
Nun ist meine Frage wie kann ich den Rest meines Gehaltes und 10 Tage Resturlaub einfordern?
Kann er wegen meiner Äußerungen das Gehalt einbehalten?
Wie sieht es aus mit den Sozialabgaben? Muss er die zahlen??
Mit freundlichen Grüßen
Jenny B.

30.05.2011 | 11:19

Antwort

von


(115)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Ihr Anspruch auf Entgeltfortzahlung ergibt sich aus § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG). Danach hat der Arbeitnehmer, wenn er durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung gehindert ist, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen. Der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung nur unter gewissen Bedingungen.

Sie geben an, ab dem 01.04.2011 bis zum 12.05.2011 infolge einer anderen Erkrankung arbeitsunfähig krankgeschrieben gewesen zu sein. Daher besteht dem Grunde nach ein zunächst Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach dem oben genannten Gesetz.

Nun verhält es sich so, dass Ihr Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung mit der Begründung verweigert, Sie hätten angegeben, keine Lust zum Arbeiten zu haben. Diese Aussage legt Ihnen Ihr Arbeitgeber nun vermutlich als angekündigte Krankschreibung aus. Ich meine jedoch, dass aus den hier im Rahmen der Erstberatung gemachten Angaben noch nicht der Schluss gezogen werden kann, dass Sie mit Ihrer Aussage, keine Lust mehr zum Arbeiten zu haben, gleichzeitig eine Krankschreibung angekündigten. Vielmehr erscheint mir nachvollziehbar, dass aus dem Kontext der durch Sie geschilderten Mobbing-Situation heraus, die Freude an der Arbeit verloren gegangen ist und damit auch die Motivation zur Erfüllung des Arbeitsvertrages und dass Sie dies gerade zum Ausdruck brachten. Ihre eigene Kündigung bestätigt diese Annahme nochmals.

Ihre Krankenkasse hat Ihnen insofern Unterstützung geleistet, als dass diese bereits den Nachweis einer anderen Erkrankung gegenüber ihrem Arbeitgeber erbracht hat. Sie sollten nunmehr ihren Arbeitgeber auffordern, rückständigen Arbeitslohn ordnungsgemäß abzurechnen. Ob bis zum Ausscheiden aus dem Betrieb angefallener und nichtgenommener Urlaub noch zu vergüten sein wird, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob der Urlaub noch gewährt werden kann. Es ist ja zumindest nicht auszuschließen, dass der Arbeitgeber sie für die restliche Arbeitszeit, sollten sie nicht ohnehin arbeitsunfähig krankgeschrieben sein, von der Arbeitsleistung unter Abgeltung der Resturlaubsansprüche freistellt. Insofern ist die Frage nach der Vergütung von Rest Urlaubsansprüchen erst dann endgültig zu beantworten, wenn das Arbeitsverhältnis geendet hat und der letzte Arbeitsmonat abzurechnen ist.

Die ordnungsgemäße Abrechnung des gesamten Arbeitsverhältnisses meint, dass der Arbeitgeber selbstverständlich auch seine Anteile an den Sozialabgaben zu leisten hat.

Sollte sich Ihr Arbeitgeber einer ordnungsgemäßen Abrechnung widersetzen und die Zahlung von rückständigem Arbeitslohn und gegebenenfalls die Vergütung der Resturlaubsansprüche verweigern, so empfehle ich Ihnen die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren. Nutzen Sie hierzu die kostenlose Nachfragefunktion, die persönliche Beratungsanfrage oder die kanzleieigenen Kontaktmöglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nur Fragen beantwortet werden können, die den Regeln dieses Forums entsprechen.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen. Die hier gegebene Antwort basiert vollständig auf Ihren eigenen Angaben.


Mit freundlichen Grüßen

Mirko Zieger
-Rechtsanwalt-



Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock

fon : 0381-25296960
fax : 0381-25296961
mail: ziegler@mv-recht.de
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Rechtsanwalt Mirko Ziegler

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