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Mein 15-jähriger Sohn will zurück zu seiner Mutter ziehen, wie kann ich ihn davon abhalten?


20.12.2005 23:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



bin geschieden werde bald nach 10 Jahren wieder heiraten und habe zwei Kinder,Tochter 18 Jahre und Sohn 15 Jahre aus erster Ehe und wir haben das gemeinsame Sorgerecht
seit sieben Jahren lebt mein Sohn bei mir und meiner Lebensgefährtin,meine Tochter seit knapp 3 Jahren bei uns
nun will mein Sohn der es auch wahr gemacht plötzlich zu meiner Frau ziehen
Bin wie gelähmt und weiß mir keinen Rat dazu
es war alles geregelt und vernünftig bis zum 9 Dezember als ein paar Tage zuvor bekannt gemacht wurde das ich nun entlich heiraten möchte
Damals so auch heute war meine Exfrau nicht in der Lage sich um die Kinder zu kümmern und ich bin auch heute noch der Meinung das daß nicht klappt
Sofort haben wir das Gespräch zu ihr gesucht und uns mit ihr geeinigt das der Sohn jetzt, wo er nicht weiß in seiner Puppertät wohin, eine schwere Zeit mitmacht und sie als Mutter ihm Mut machen soll damit er Schule und sein bevorstehendes Leben nicht aufgeben soll ,das blieb ohne Erfolg das erste was sie tat den Jungen abmelden und Unterhalt einklagen obwohl noch garnicht klar ist was mein Sohn denn genau möchte, Der Junge gibt als Grund meine Lebensgefährtin seines Auszugs an
obwohl sie sehr gut und fair zu ihm ist und sich prima, aber mit einschränkungen, die er vorher nicht gekannt hat, aber durch seine in den 7 Jährigen Erziehung zum Wohl genossen hatErhat sich immer mit verstanden und war mit seinen Sorgen und Freuden ganz nah beiIhr, nur lernen wollte er nicht denn er ist nicht gerade fleißig wenn man nicht darauf achtet und ihm beisteht,e möchte Artz werden doch so schafft er das nicht wenn er wegrennt und nichts mehr tun muß,das versuchten wir ihm klar zumachen und seiner Mutter zu erklären
Als die Kinder zu uns kamen waren sie Seelisch sehr angegriffen und vernachlässigt
Meine Exfrau, so befürchte ich, ist sich nicht bewußt um was es genau geht, denn hier ist die Zukunft meines Sohnes gefährdet
meine Frage ist
welche Rechte habe ich als Vater dem Einhalt zu gebieten, was kann ich genau tun um meinen Sohn klar zu machen das er dort nicht sein Leben im Griff,
bekommt und keine Hilfe erwarten kann?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

Wenn Sie und Ihre ehemalige Frau das gemeinsame Sorgerecht über den fünfzehnjährigen Sohn besitzen, bedeutet dies zunächst, dass das Kind einen sog. doppelten Wohnsitz (§ 11 BGB) besitzt, was Ihnen hinsichtlich Ihrer konkreten Probleme aber auch nicht weiterhilft.

Es kommt vielmehr auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht an. Dieses liegt in Ihrem Fall wegen des gemeinsamen Sorgerechts und mangels anderweitiger von Ihnen mitgeteilten Informationen bei beiden Elternteilen. Hier kann sich eine Einigung zwischen den Elternteilen auch stillschweigend, zB durch jahrelange Praxis, ergeben. Da der Sohn nun schon sieben Jahre bei Ihnen lebt, gehe ich davon aus.

Wenn nun das Kind gegen Ihren Willen, also den Willen des anderen aufenthaltsbestimmenden Elternteils seinen Aufenthalt verändert, habe Sie äußerstenfalls sogar einen Rückführungsanspruch nach § 1632 BGB.

Auf jeden Fall sind Sie nicht schutzlos. Denn nach § 1671 BGB, den ich zitieren darf



§ 1671 Getrenntleben bei gemeinsamer elterlicher Sorge

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur
vorübergehend getrennt, so kann jeder Elternteil beantragen, dass ihm das
Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge
allein überträgt.

(2) Dem Antrag ist stattzugeben, soweit
1. der andere Elternteil zustimmt, es sei denn, dass das Kind das 14.
Lebensjahr vollendet hat und der Übertragung widerspricht, oder

2. zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die
Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht.

(3) Dem Antrag ist nicht stattzugeben, soweit die elterliche Sorge auf Grund
anderer Vorschriften abweichend geregelt werden muss.


können Sie hier eine Entscheidung des Familiengerichts herbeiführen. In diesem Verfahren würden auch die von Ihnen geäußerten Bedenken gegen die Sorgerechtsfähigkeit Ihrer Ex-Frau berücksichtigt. Allerdings darf Ihr Sohn diesem Antrag nicht inhaltlich nicht widersprechen, hier wäre also noch einiges pädagogischen „Fingerspitzengefühl“ Ihrerseits erforderlich.

Des weiteren können Sie nach §§ 1627, 1687 BGB Einzelheiten des Sorgerechts gerichtlich klären lassen.

Ich kann Ihnen schlussendlich nur anraten, unverzüglich einen familienrechtlich spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort hinzuzuziehen - Sie sind zwar, wie ich skizzierte nicht schutzlos, wegen der Bedeutung der Sache für Sie und der Details des weiteren Vorgehens scheint mir aber zwingend ein anwaltliche Begleitung notwendig.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

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